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Der Entdecker der Beatles ist tot

Sein Meisterwerk war die Arbeit mit den Beatles. Der britische Musikproduzent George Martin hat die «Fab Four» experimentieren lassen – und ihnen zum eigenen Stil verholfen.

LONDON. Der Entdecker und Produzent der Beatles, George Martin, ist tot. Der Brite ist am Dienstag, 8. März, im Alter von 90 Jahren in seinem Zuhause friedlich eingeschlafen.

Martin war einer der bedeutendsten britischen Musikproduzenten. Er beeinflusste massgeblich die Karriere der Beatles und schuf für sie und andere Bands trendsetzende Aufnahmen.

Talent der Pilzköpfe erkannt

Der Sohn eines Londoner Handwerkers hatte Musik studiert, zunächst professionell Oboe gespielt und wurde 1955 mit erst 29 Jahren Chef des Plattenlabels Parlophone.

Die Beatles waren von diversen grossen Plattenfirmen abgelehnt worden. George Martin hingegen erkannte das Potenzial der vier Burschen aus Liverpool und gab ihnen ihren ersten Plattenvertrag. Im Oktober 1962 erschien «Love Me Do», die erste Beatles-Single. «George Martin hat uns zu dem gemacht, was wir waren im Studio», sagte John Lennon 1971. «Er hat uns geholfen, eine Sprache zu entwickeln.»

Martin produzierte fast alle Beatles-Aufnahmen. Er prägte den ausserordentlichen Wandel, den die Beatles in den 1960er-Jahren durchliefen – und verhalf ihnen dazu, sich zu musikalischen und kulturellen Revolutionären zu entwickeln. Das Gespann John Lennon und Paul McCartney kristallisierte sich als Songschreiber heraus, und die Band experimentierte immer stärker mit dem Sound. Seine Arbeit mit den «Fab Four» trug Martin den Spitznamen «fünfter Beatle» ein.

Nachdem sich die Beatles 1970 aufgrund interner Spannungen aufgelöst hatten, baute Martin die berühmten Air Studios auf der Karibikinsel Montserrat, wo unter anderem die Dire Straits, Phil Collins, Elton John und Michael Jackson Musik aufnahmen. 1997 war er an der Produktion von Elton Johns Megahit «Candle in the Wind» beteiligt.

«Wie ein zweiter Vater»

«Er war ein echter Gentleman und wie ein zweiter Vater für mich», schrieb Paul McCartney am Mittwoch auf seiner offiziellen Internetseite. «George wird vermisst werden», twitterte der frühere Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr am Mittwoch und dankte ihm für seine «Liebe und Güte». Auch James-Bond-Darsteller Roger Moore trauert um den Produzenten, der die Musik von Moores erstem 007-Film «Live and Let Die» (1973) komponiert hatte. «Wie traurig, aufzuwachen mit der Nachricht, dass Sir George Martin uns verlassen hat. Er sorgte dafür, dass mein erster Bond-Film brillant klang!», twitterte der Schauspieler. (sda-ats/red.)

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