Der andere Pestalozzi

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NZZ Geschichte Juli 2017

Als sein Sohn am 13. August 1770 das Licht der Welt erblickt, ist ­Johann Heinrich Pestalozzi entsetzt. Entsetzlich ist auch die ­Erziehung, die der berühmte Pädagoge seinem Sprössling angedeihen lässt. Zwei Historiker zeichnen in «NZZ Geschichte» nach, wie Pestalozzi in der eigenen Familie versagt. Er vernachlässigt seinen Hans Jacob derart, dass er noch mit zwölf Jahren weder lesen noch schreiben kann. Erst als der Bub zu einer wohlhabenden Basler Familie kommt, vollzieht der Vater eine geistige Spitzkehre und wird um die Wende zum 19. Jahrhundert zum Starpädagogen, der allerdings in seinem Privaterziehungsinstitut ein Chaos anrichtet. Obwohl selber mit dem Unterrichten heillos überfordert, steht Pestalozzi als «Vater» unangefochten an der Spitze. Die andern Lehrer müssen ihn hofieren. Heute müsste man noch aus einem andern Grund ein Auge auf ihn werfen: Er kommt einzelnen Zöglingen unangemessen nah.

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Reportagen Juli 2017

Der Fremde in der Kita

Er heisst Tarik Zeki, kommt aus Ägypten und hat das Glück, für seine Tochter Soraya einen Platz in einer Kindertagesstätte gefunden zu haben. Dort ist man weniger glücklich, denn: Könnte dieser Fremdling, der sein Kind jeden Tag bringt, nicht am Ende ein Terrorist sein? Misstrauen schlägt ihm entgegen, doch am Ende ist es Soraya, der es gelingt, die Blockade zu lösen. Und «Reportagen» hat eine Geschichte mit Happy End zu erzählen.

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Gehirn & Geist 08/2017

Das sinnhafte Leben

Wonach streben wir? Nach Glück? Nein, antwortet «Gehirn & Geist»: Erst Sinnhaftigkeit macht ein Leben einzigartig. Sie umfasst zum Beispiel das Gefühl, in der Welt seinen Platz gefunden zu haben, und etwas zu tun, das bedeutsam ist. «Glück kann nicht das Lebensziel sein», erklärt der Psychologe Alexander Batthyány. Es muss vielmehr «in Sinnerleben eingebettet sein.» Leid und Schmerz können dazu gehören.

Rolf App