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«Der Alpstein ist wie ein Rahmen. Er gibt einem Halt»

Marlies Schoch ist einst als Entwicklungshelferin nach Marokko aufgebrochen, später war sie zehn Jahre lang Primarlehrerin in Vasön im Taminatal. 1971 landete sie eher zufällig auf der Hundwiler Höhe. Seither ist die Gaststube jeden Tag geöffnet, 365 Tage im Jahr.
Marlies Schoch (Bild: Vanessa Püntener)

Marlies Schoch (Bild: Vanessa Püntener)

Marlies Schoch ist einst als Entwicklungshelferin nach Marokko aufgebrochen, später war sie zehn Jahre lang Primarlehrerin in Vasön im Taminatal. 1971 landete sie eher zufällig auf der Hundwiler Höhe. Seither ist die Gaststube jeden Tag geöffnet, 365 Tage im Jahr. In Porträts wurde sie schon als «beste Wirtin der Nation» bezeichnet, im Film «Service inbegriffe» hat der Regisseur Eric Bergkraut der 74-Jährigen ein Denkmal gesetzt.

«Hier fühlt man sich geborgen, umgeben von diesen Bergen. Der Alpstein ist wie ein Rahmen. Er gibt einem Halt. Richtung Bodensee ist die Landschaft dann wieder offen. Und der Appenzeller hat halt beide Seiten, das Melancholische fast und auch das Grosse, Freudige.

[…]

Man sagt ja, es ist nichts so schlecht, dass es nicht auch gut sei. Man muss nur das Gute sehen und das Schlechte zur Seite stellen. Und in dem Moment, in dem man sich selber sein kann und sich auch akzeptiert, ist man frei. An einem Weiterleben hab ich sowieso nie gezweifelt. Ich hab schon immer gedacht, dass es weitergeht. Weil das kurze Leben sonst ja keinen Sinn macht. Diese kurze Zeit hier auf Erden ist, auf eine Ewigkeit hinaus betrachtet, ja nichts.

Ob du das nun Herrgott nennst oder wie auch immer – es gibt etwas Grösseres, Allmächtiges. Du musst mal in den Himmel raufschauen. Es heisst doch in diesem Lied: <Weisst du, wie viel Sternlein stehen?> Also muss es doch etwas Grösseres geben, als wir Menschen es sind. Wie wir diese Kraft nennen, spielt keine Rolle. Aber davon kann man tanken, dann ist man ganz ruhig. Mir hilft der Glaube jedenfalls. Vor dem Einschlafen bete ich darum immer. Es ist doch schön, wenn man seine Last übergeben kann.

[…]

Ich hab fünfzig Jahre lang nichts fortgeschmissen. Aber jetzt bin ich am Ausmisten. Und wenn ich so über mein Leben nachdenke, finde ich, dass ich eigentlich genau da bin, wo ich sein soll. Das Leben verläuft ja in einer Bahn.»

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