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«Days Gone» im Review: Zombie-Game mit wenig Biss

Das neuste Playstation-exklusive Videospiel «Days Gone» ist brutal, bildgewaltig und kompetent gemacht – trotzdem hinkt es den anderen Sony-Titeln nach.
Federico Gagliano
In «Days Gone» erkundet der Spieler eine grausame Welt. Bilder: Sony

In «Days Gone» erkundet der Spieler eine grausame Welt. Bilder: Sony

Die Landschaft in «Days Gone» besitzt eine trügerische Schönheit: die vom Nordwesten der USA inspirierten Wälder, Wiesen und Berge laden zum Erkunden ein, doch unter der Oberfläche lauern viele Gefahren. Allen voran die Freakers, mutierte Menschen, die wegen eines Virus sich wie tollwütige Tiere verhalten und oft auch in Rudeln unterwegs sind. Banditen, wilde Tiere und Sekten sind nur weitere Gefahren in dieser brutalen Welt.

Die Hauptrolle des Spiels: Der Biker Deacon «Deek» St. John.

Die Hauptrolle des Spiels: Der Biker Deacon «Deek» St. John.

Mittendrin ist Deacon Saint John, ein Mann der mit Heiligkeit sehr wenig am Hut hat. Deek, wie er von seinen Freunden genannt wird, ist ein ehemaliger Soldat und Mitglied einer Motorradgang, genauso wie sein Begleiter William «Boozer» Gray. Die beiden halten sich mit Kopfgeldaufträgen über Wasser, die ihnen von umliegenden Überlebenden-Camps erteilt werden. Deek scheint seinen Lebenswillen verloren zu haben – bis er erfährt, dass seine tot geglaubte Frau doch am Leben sein könnte.

Nester müssen verbrannt werden, um die Bedrohung durch Freakers zu senken.

Nester müssen verbrannt werden, um die Bedrohung durch Freakers zu senken.

Wie im Lead! Die bemerkenswert lange Geschichte von «Days Gone» erfindet das Rad nicht neu – weder in der Story, noch in allen anderen Bereichen des Spiels. Überraschungen bleiben deshalb aus, obwohl die Mischung aus den TV-Serien «The Walking Dead» und «Sons of Anarchy» an sich gut funktioniert. Das gilt auch für den Rest des Spiels: Der Spieler erledigt Aufträge, sammelt Ressourcen und verbessert sein Arsenal und natürlich sein Motorrad, dessen Tank zu Beginn öfters mal leer ist. Fast alle diese Spielelemente wurden klar von den grossen Open-World-Spiele der letzten Jahre übernommen: Wer «Read Dead Redemption 2», «Horizon Zero Dawn» oder «The Witcher 3» gespielt hat, wird sehr schnell einige Déjà-Vus erleben. Auch die Parallelen zum anderen Playstation-Zombie-Game, «The Last of Us», sind nicht von der Hand zu weisen.

Hunderte Freakers können gleichzeitig angreifen.

Hunderte Freakers können gleichzeitig angreifen.

Und da offenbart sich «Days Gone» grösstes Problem: Das Spiel ist zwar kompetent gemacht, mit Ausnahme von wenigen Rucklern und technischen Mäkeln. Aber es fehlt der Biss, es fehlt eine eigene Identität. Alles was «Days Gone» macht, haben anderen schon gemacht – in den meisten Fällen auch etwas besser. Abheben tun sich nur die sogenannten Horden, Gruppen hunderter Freakers, die wie eine Welle über die Landschaft ziehen und nur schwer zu bekämpfen sind. Deren Anblick bringt zwar durchaus das Blut in Wallung, die Horden kommen aber erst im letzten Viertel des Spiels wirklich zum Zug – viel zu spät, um den Gesamteindruck zu beeinflussen. «Days Gone» kann deshalb nicht ganz an Playstations letztjährige Erfolge wie «God of War» und «Spider-Man» anschliessen, die einen bleibenden Eindruck beim Spieler lassen. Das heisst: Wer sich auf «Days Gone» einlässt, wird mit einem soliden Weltuntergangs-Abenteuer belohnt – mehr nicht.

«Days Gone» ist exklusiv für Playstation 4 erhältlich. Eine Testversion wurde von Sony zur Verfügung gestellt.

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