Davos-Festival: Alles über die Familie

Die Idee zum Davos-Festival hat Michael Haefliger gehabt, der heutige Intendant des Lucerne Festival.

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Young Artists im Museum. (Bild: pd)

Young Artists im Museum. (Bild: pd)

Die Idee zum Davos-Festival hat Michael Haefliger gehabt, der heutige Intendant des Lucerne Festival. 1986 ging aus seiner Anregung ein Festival für junge, hoch begabte Musiker hervor, die für zwei Wochen nach Davos eingeladen werden und dort an den verschiedensten Orten in ganz unterschiedlichen Formationen auftreten. Gespielt wird dabei sowohl klassische als auch zeitgenössische Musik.

Brunch am See mit Musik

Dieses Jahr treten 80 junge Künstler in 50 Konzerten auf. «Familienzone» ist das Festival überschrieben. Musik sei eine Kunst, «die in besonderer Weise von Zugehörigkeit, Familie und Verwandtschaft spricht», erklären die Organisatoren des Anlasses. Am Eröffnungsabend zum Beispiel kann man einen Blick werfen in Robert Schumanns Ehe, «Landpartie» lädt ein zum Familienbrunch am See – mit Bläsermusik und Feldpartien von Mozart und Haydn, mit Chören von Schubert und Solowerken von Bach.

Die Familie, sie scheint auch musikalisch ein ziemlich reichhaltiges Thema zu sein. Kinderzimmer werden erkundet, das Ensemble ALMA aus Wien präsentiert ein Programm nach Ansage, «Stubete» genannt.

Die Schweizer Familie

Natürlich wird Familie auch verklärt. So geschah es 1809 in Joseph Weigls Oper «Die Schweizer Familie». Sie ist im 19. Jahrhundert in ganz Europa gespielt worden und hat wesentlich zur verbreiteten Schweiz-Begeisterung beigetragen. Der Komponist Philip Bartels hat nun den Auftrag erhalten, eine neue, freie Fassung als Kammeroper zu erarbeiten. (R. A.)

Termin: 6. bis 20. August

Programm: www.davosfestival.ch

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