Mit dem TV-Finale aus den eigenen vier Wänden schreibt 3+ Geschichte

Die Show «The Voice of Switzerland» auf 3+ wird aus dem Zuhause der Kandidaten gesendet. Das gab es noch nie.

Deborah Gonzalez
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Das Moderatorenduo Max Loong und Christa Rigozzi.

Das Moderatorenduo Max Loong und Christa Rigozzi.

Bild: 3+

Konzerte, Shows und ganze Touren hat das Coronavirus zum Stillstand gebracht. Wenn jeder zu Hause bleiben soll, findet auch kein kulturelles Leben statt. Während das deutsche Castingformat «Deutschland sucht den Superstar» heute das Finale in dem leeren Coloneum in Köln aufzeichnet, hat das Schweizer Format «The Voice of Switzerland» sich für das Finale etwas anderes überlegt. Etwas, das die Kandidaten den Zuschauern näherbringen soll.

Wer am Montag um 20:15 Uhr 3+ einschaltet, wird die Performances der acht Finalisten zwar sehen, jedoch stehen diese nicht wie geplant auf einer grossen Bühne in Köln. Es wird keine aufwendige Show geben, denn die Kandidaten werden in ihren Wohnzimmern performen. Damit folgen die Produzenten der Castingshow einem Social-Media-Trend. Internationale Stars wie John Legend, Pink oder Chris Martin von Coldplay haben es vorgemacht, und von ihren Wohnzimmern aus, Konzerte auf der Internetplattform Instagram performt. «Damit werden die Leute dazu animiert, die anhaltende Quarantäne-Situation kreativ zu nutzen. Deswegen schienen Hauskonzerte der Finalisten als eine passende Idee», sagt Roger Elsener, TV-Chef der CH Media Gruppe, welcher der Sender 3 + gehört und die auch diese Zeitung herausgibt.

Tipps werden durch die Fenster gegeben

Ein normales Finale komme in der momentanen Situation nicht in Frage, auch nicht ohne Publikum, sagt Elsener. «Derzeitig ist es sehr herausfordernd TV-Inhalte zu produzieren, jedoch nicht unmöglich.» Damit steht die «The Voice of Switzerland»-Crew vor einer Herausforderung. Denn die gesamte Technik muss nun in die Wohnzimmer der acht Finalisten gebracht werden. Und dabei sollen die Vorgaben des Bundesrats vollumfänglich berücksichtigt werden. «Die Sicherheit der Finalisten, Juroren, Moderatoren und der Crew ist in jedem Moment gewährleistet», betont Elsener.

Um sicher zu gehen, dass alles so klappt wie geplant, wird die Crew vor Ort sein, jedoch nicht im Haus der Finalisten. Die Crewmitglieder werden Tipps durch das Fenster geben. Im äussersten Notfall unterstützt eine Person der Crew mit Schutzmaske und Handschuhen versehen und genügend Abstand die Teilnehmer im Haus.

Von den Finalisten wird es aber Live-Schaltungen aus den Wohnzimmern geben. Auch das Moderationsteam bestehend aus Christa Rigozzi und Max Loong, genauso wie die Juroren DJ Antoine, Anna Rossinelli, Noah Veraguth und dem Duo Gölä und Trauffer, werden aus ihren Wohnzimmern aus live zugeschaltet. «Ein solches The Voice-Finale hat es bisher noch nie gegeben», sagt Elsener. Auch die Juroren finden die Wohnzimmer-Shows eine gute Alternative. Noah Veraguth spricht gar von einer geschichtsträchtigen Situation. «Dass kein Publikum vor Ort sein kann, ist aber trotzdem sehr schade», sagt der Frontsänger der Band Pegasus.

Neben den vielen Neuheiten werden die Show-Regeln aber beibehalten. «Die Zuschauer haben weiterhin die Möglichkeit, für ihren Favoriten per Telefon abzustimmen.» Die Erlöse aus dem Telefonvoting sollen dann vollständig Corona-Betroffenen zugutekommen.