Das Theater Bilitz in Weinfelden fasst ein heisses Eisen an

Das neue Stück «S.O.S.» des Theaters Bilitz handelt von Jugendlichen zwischen Stimmungstief und Deression.

Dieter Langhart
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Szene aus dem Theaterstück «S.O.S.».

Szene aus dem Theaterstück «S.O.S.».

Bild: PD

Sie heisst Lorena, ist 15, sportlich, eine ganz normale Jugendliche in der Pubertät. Nur – sie hat keine Lust mehr auf das, was ihr früher Freude machte. Ein Stimmungstief? Je mehr sie ihr Vater antreibt, je mehr ihre Trainerin betont, wie wichtig das nächste Hockeyspiel ist, desto mehr sitzt sie vor sich hin, schliesst sich ein, schottet sich ab. Also mehr als ein Stimmungstief? Eine Depression? Lorena doch nicht!

Das Publikum darf mitmachen

Das Theater Bilitz in Weinfelden fasst in seinem neuen Stück «S.O.S.» ein heisses Eisen an: nicht als distanziertes Theater zum Zurücklehnen – als Forumtheater zum Eingreifen. Das überwiegend jugendliche Publikum hat in den bisherigen Vorstellungen intensiv mitgewirkt.

Bei jedem Freeze sagt die Spielleiterin: «Was hättet ihr gemacht?» Wer will, tritt auf die Bühne und macht es anders, besser, sucht nach einem Ausweg. Nicht nur reden – hinschauen, handeln, auch im Dialog mit andern Zuschauern.

«Es geht nicht um die richtige Lösung», sagt die Spielleiterin. «Alles, was wir tun, hat Konsequenzen.» Lorena sagt: «Wartet nicht so lang wie ich – tut etwas!»

28.2., 9.45 Uhr, Theaterhaus Thurgau, Weinfelden