Kaffeestuben
Das sind die schönsten Cafés der Nordwestschweiz

Zehn Cafés und Tea-Rooms haben es in den Café-Führer des Schweizer Heimatschutzes geschafft. Ein Autorenduo bereiste während vier Monaten die gesamte Schweiz nach den schönsten Lokalen.

Gioia Lenggenhager
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Die fünf schönsten Cafés in der Nordwestschweiz
5 Bilder
Das Unternehmen Mitte in Basel
Das Café Bistro Cheesmeyer in Sissach
Die Confiserie Schiesser in Basel
Die Confiserie Tea Room Brändli in Aarau

Die fünf schönsten Cafés in der Nordwestschweiz

Zur Verfügung gestellt

Nun wissen wir's: Die schönsten Cafés der Nordwestschweiz sind die Confiserie Tea Room Brändli in Aarau, das Café Ring in Olten, das Café Bistro Cheesmeyer in Sissach, das Kaffee- und Speisehaus in Dornach und eine ganze Reihe Kaffeestuben aus Basel: Die Confiserie Schiesser, das Zum Kuss, das Unternehmen Mitte, das Grand Café Huguenin, die Café-Bar Elisabethen und das Da Francesca.

Wer hat's bestimmt? Die Schweizer. Die Schweizer Heimatschützer, um genau zu sein.

Auch das Café Frau Meise in Baden wurde qualifiziert, es sei aber in der Schlussauswahl über die Klippe gesprungen - beziehungsweise geworfen worden. Das erklärt Patrick Schoeck vom Schweizer Heimatschutz. «Frau Meise hat es leider mit einem 1:2 Entscheid von der nicht auf die geschafft», sagt der Heimatschützer.

Das Autorenduo der «long list», ein Kunsthistoriker und ein Fotograf, reiste während vier Monaten durch die gesamte Schweiz und führte sich literweise Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato zu Gemüte. Daraus entstand eine Liste mit 150 Lokalen, woraus die besten 74 Kaffeestuben ausgewählt wurden – «vom altehrwürdigen Tea Room bis zur modernen Espressobar, vom gemütlichen Arvenstübli bis zum lichtdurchfluteten Neubau», ist im Vorwort zu lesen.

Dauerwelle und Kaffeestube - beides Auslaufmodelle?

Der Heimatschutz liess sich von einem bedauernswerten Umstand zum Café Führer inspirieren: «Mit dem Aussterben der Damen mit Dauerwelle hat auch ein Café-Sterben eingesetzt», erklärt Schoeck. Aber diesen Verlust will der Heimatschutz nicht einfach so hinnehmen: Es gelte, nicht nur das antike Mobiliar, sondern auch der Tea Room an sich als Kulturgut zu begreifen und zu schützen.
Schoeck begrüsst darum, dass heute vermehrt auch junge Café-Besitzer altes Mobiliar nicht herausreissen, sondern das Lokal weiterführen «ohne den 50er-Jahre-Groove zu verändern.»

Allerdings geht es dem Heimatschutz nicht nur darum, altes zu bewahren. Auch eine Reihe hochmoderner Café-Tempel in urbanen Metropolen haben es in den Führer geschafft.

Den Café-Führer «Die Schönsten Cafés und Tea Rooms der Schweiz» kann man für 16 Franken unter www.heimatschutz.ch bestellen.