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Das neue Aargauer Jazzwunder ist Familiensache

Vor 40 Jahren sorgten Musiker wie Christoph Baumann, Marco Käppeli und Urs Blöchlinger für Aufsehen. Das wirkliche Wunder findet aber heute statt. Der Aargau ist ein Jazz-Kanton. Dahinter stecken oft jazzende Väter.
Beat Blaser

In einer Garage mit einem Dutzend Plätzen am Rand des Metschgplatzes in Lenzburg trat sie jeweils am Vorabend des Jugendfestes auf: Eine Band mit dem Namen «Ohnemeinensohnspielichkeinenton-Orchester». Der Sohn hiess Julian und der Vater Ruedi und beide Häusermann. Jazz war es nicht, was die beiden spielten, aber dennoch ist diese Musik für beide eine musikalische Heimat. Der heutige Theatermann Ruedi Häusermann ist allerdings nicht der einzige jazzende Vater im Aargau, der den Virus an seinen Sohn weitergegeben hat.

Plötzlich sind da ganz viele junge Jazzmusikerinnen und -Musiker, deren Namen dem langjährigen Beobachter der Aargauer Musikszene bekannt vorkommen: Donadio, Huber, Blöchlinger, Schmid, Hunziker, Brügger und Huwyler. Seitdem man Jazz und Populärmusik an den Hochschulen studieren kann, ist die Szene in der Schweiz explodiert, Dutzende talentierte, gut ausgebildete, fleissige und aufstrebende junge Musikerinnen und Musiker stürmen die Bühnen. Dabei ist der Kanton Aargau überdurchschnittlich gut vertreten. Auffällig: Fast immer scheinen jazzende Väter – seltener Mütter – ihren Teil dazu beigetragen zu haben.

Zum Beispiel bei Familie Huber in Rupperswil. Ihr Zimmer sei unmittelbar über der Stube gewesen, wo der Flügel stand und Vater Felix Huber am Abend mit Kollegen probte, sagt die Sängerin und Gitarristin Corinne Huber, sie sei als Kind von Vaters Musik in den Schlaf gewiegt worden. Musik, und zwar unterschiedlichste Musik von Pop bis klassisch, gehört oder selber gespielt, war bei Hubers immer da, als Lebensmittel sozusagen, die Kinder nahmen gar nicht wahr, dass das nicht in allen Familien so ist. Also strebten sie beide, Corinne und ihr Bruder Christoph, wie selbstverständlich eine Musikerkarriere an.

Dalia Donadio stand schon als kleines Mädchen mit ihren Eltern auf der Bühne im Badener Musik-Restaurant «Prima Vista», das Madlen und Toni Donadio seit zwanzig Jahren betreiben. Und die Musiker, die dort auftraten, sassen daheim am Familientisch. Musik als Beruf zu betreiben, war das normalste der Welt, Musikerinnen und Musiker allgegenwärtig. Etwas Zweites kommt bei Dalia Donadio dazu: «Ich habe gelernt, dass es Hartnäckigkeit und Kreativität braucht, um seine Kunst unter die Leute zu bringen, musikalische Fantasie und Unternehmergeist müssen Hand in Hand gehen, das Business ist knallhart», meint sie.

Typischerweise lernen Söhne in musikalischen Haushalten oft ein Instrument, während Töchter Sängerinnen werden. Womit das – zumindest auch – zu tun hat, wird bei der Wohler Saxofonistin Sarah Chaksad deutlich: mit Vorbildern. Ihre Mutter ist Konzertsängerin und ein Vorbild als Musikerin, aber singen war dann doch zu nahe. Bei einem Konzert der holländischen Saxofonistin Candy Dulfer verliebte Sarah sich in das Saxofon und begann zu üben. Und sie hatte das Glück, mit Mathias Baumann einen Lehrer zu finden, der sie förderte und forderte. Drei Vorbilder, weibliche auf der Bühne und daheim, und ein männliches bei der täglichen Arbeit, ermutigten sie auf ihrem Weg.

Musik soll Freude bereiten, den Musizierenden und den Zuhörenden. Wer dem Saxofonisten Roman Brügger schon mal zugehört hat, wird das gespürt haben, sein erdiger Swing bereitet einfach nur Vergnügen. Auch seinen Söhnen. Sodass der eine, Lukas, sich ebenfalls auf das Saxofon stürzte. Beim Trompeter Silvan Schmid war es weniger das Spiel seines Vaters, das ihn animierte, als dessen riesige Plattensammlung quer durch den musikalischen Garten.

Offene Atmosphäre im Elternhaus

Jazz ist Freiheit. Was heisst, dass man den eigenen Weg suchen muss. So betonen alle befragten Musikerinnen und Musiker die offene und unautoritäre Atmosphäre im Elternhaus. «Jazz ohne Fehler ist kein Jazz», meinte einmal der grosse Pianist Kenny Barron.

Diesen Geist haben die Söhne und Töchter alle in der häuslichen Musik erfahren und erlebt. So dass ausnahmslos alle jungen Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker ihre eigenen Projekte verfolgen. Ohne Angst vor Rückschlägen und auch im Wissen, dass damit kein materieller Wohlstand garantiert ist. Sie stürzen sich mit grossem Optimismus in dieses Abenteuer, der nicht mehrheitstauglichen Musik in Zeiten des Internets. Und sind glücklich dabei.

Die Aargauer Jazzfamilien:

Die Hubers aus Rupperswil: Schon zum zweiten Mal war der Saxofonist und Komponist Christoph Huber für die Musik zu «Musik und Tanz Königsfelden» verantwortlich. Seine Schwester Corinne Huber war als Sängerin und Gitarristin mit von der Partie und zusammen stehen sie mit «Nojakîn» auf der Bühne. Vater Felix Huber aus Rupperswil war einer der ersten, die in den frühen Siebzigerjahren eine moderne und rockige Form von Jazz auf Aargauer Jugendhausbühnen brachte, «Jigsaw» hiess die Band. Später machte er vor allem als Komponist von sich reden, er gewann immer wieder Preise bei Wettbewerben. Alle drei Hubers sind in der Familienband «Cophix» zu hören. www.christophhuber.comwww.corinnenorah.comwww.www.felixhuber.chDie Hubers aus Rupperswil: Schon zum zweiten Mal war der Saxofonist und Komponist Christoph Huber für die Musik zu «Musik und Tanz Königsfelden» verantwortlich. Seine Schwester Corinne Huber war als Sängerin und Gitarristin mit von der Partie und zusammen stehen sie mit «Nojakîn» auf der Bühne. Vater Felix Huber aus Rupperswil war einer der ersten, die in den frühen Siebzigerjahren eine moderne und rockige Form von Jazz auf Aargauer Jugendhausbühnen brachte, «Jigsaw» hiess die Band. Später machte er vor allem als Komponist von sich reden, er gewann immer wieder Preise bei Wettbewerben. Alle drei Hubers sind in der Familienband «Cophix» zu hören.
www.christophhuber.com
www.corinnenorah.com
www.www.felixhuber.ch
Die Donadios aus Baden: Wenn die Eltern zusammen eine Musikbeiz betreiben, beide mit Musik ihr Geld verdienen, ist es wohl nicht zu vermeiden, dass die Kinder früh mit dabei sind. Die «Donadio Family Band» mit Mutter Madlen als Sängerin und Flötistin, Vater Toni und Sohn Moreno an den Gitarren, und Tochter Dalia als Sängerin kann man immer wieder live im «Prima Vista» am Lindenplatz in Baden erleben. Vater und Sohn spielen zusammen in einem Gypsyjazz-Ensemble und Tochter Dalia schreibt eigene Songs für ihr Trio «Poem Pot» und ist allein oder mit ihrem Partner Tobias Meier experimentell mit Stimme und Saxofon unterwegs. www.primavista-music.chwww.daliadonadio.comwww.tonidonadio.ch/index.php/music/Die Donadios aus Baden: Wenn die Eltern zusammen eine Musikbeiz betreiben, beide mit Musik ihr Geld verdienen, ist es wohl nicht zu vermeiden, dass die Kinder früh mit dabei sind. Die «Donadio Family Band» mit Mutter Madlen als Sängerin und Flötistin, Vater Toni und Sohn Moreno an den Gitarren, und Tochter Dalia als Sängerin kann man immer wieder live im «Prima Vista» am Lindenplatz in Baden erleben. Vater und Sohn spielen zusammen in einem Gypsyjazz-Ensemble und Tochter Dalia schreibt eigene Songs für ihr Trio «Poem Pot» und ist allein oder mit ihrem Partner Tobias Meier experimentell mit Stimme und Saxofon unterwegs.
www.primavista-music.ch
www.daliadonadio.com
www.tonidonadio.ch/index.php/music/
Die Häusermanns aus Lenzburg: «Ohnemeinensohnspielichkeinenton» beschloss Theatermann Ruedi Häusermann vor einigen Jahren und gründete ein Trio, bei dem Junior Julian am Schlagzeug sass. Am alljährlichen «Metschgplatsch»-Festival in Lenzburg konnte man sie immer wieder erleben. Ruedi Häusermanns Theaterproduktionen, die er für fast alle wichtigen deutschsprachigen Bühnen erarbeitet hat, haben mittlerweile Kultstatus. Ihre musikalische Langsamkeit trägt das Publikum in andere Sphären. Julian Häusermann denkt seine Musik ebenfalls vom Klang her, letztes Jahr installierte er einen akustischen Ausstellungsraum im Museum Burghalde, wo er die Stadt Lenzburg klingend abbildet. www.ruedihaeusermann.chDie Häusermanns aus Lenzburg: «Ohnemeinensohnspielichkeinenton» beschloss Theatermann Ruedi Häusermann vor einigen Jahren und gründete ein Trio, bei dem Junior Julian am Schlagzeug sass. Am alljährlichen «Metschgplatsch»-Festival in Lenzburg konnte man sie immer wieder erleben. Ruedi Häusermanns Theaterproduktionen, die er für fast alle wichtigen deutschsprachigen Bühnen erarbeitet hat, haben mittlerweile Kultstatus. Ihre musikalische Langsamkeit trägt das Publikum in andere Sphären. Julian Häusermann denkt seine Musik ebenfalls vom Klang her, letztes Jahr installierte er einen akustischen Ausstellungsraum im Museum Burghalde, wo er die Stadt Lenzburg klingend abbildet.
www.ruedihaeusermann.ch
Die Brüggers vom Bözberg: Vater Roman Brügger war nie professioneller Musiker, als Lehrer allerdings war ihm die Musik während seines Berufslebens ein grosses Anliegen. Und seit Jahrzehnten ist er als erdiger Swing-Saxophonist und Klarinettist in der Aargauer Amateurszene ein fester Wert. Der Musikvirus infizierte seine zwei Söhne gleichermassen: Der ältere, Lukas, machte ebenfalls das Saxophon zu seinem Instrument, als Komponist und Arrangeur leitet er seine eigene Big Band. Zusammen mit Bruder Jonas am Schlagzeug spielt er in der Popband «Hier spricht Paul», und natürlich: Immer wieder stehen die drei Brüggers gemeinsam auf der Bühne, meistens dann, wenn einfach swingender Jazz gefragt ist. www.lukasbruegger.chDie Brüggers vom Bözberg: Vater Roman Brügger war nie professioneller Musiker, als Lehrer allerdings war ihm die Musik während seines Berufslebens ein grosses Anliegen. Und seit Jahrzehnten ist er als erdiger Swing-Saxophonist und Klarinettist in der Aargauer Amateurszene ein fester Wert. Der Musikvirus infizierte seine zwei Söhne gleichermassen: Der ältere, Lukas, machte ebenfalls das Saxophon zu seinem Instrument, als Komponist und Arrangeur leitet er seine eigene Big Band. Zusammen mit Bruder Jonas am Schlagzeug spielt er in der Popband «Hier spricht Paul», und natürlich: Immer wieder stehen die drei Brüggers gemeinsam auf der Bühne, meistens dann, wenn einfach swingender Jazz gefragt ist.
www.lukasbruegger.ch
Die Huwylers aus dem Surbtal: Samuel Huwyler ist Bassist bei der Band «The Great Harry Hillman», aktuell einer der spannendsten Schweizer Bands. Den Musikvirus streute sein Vater Bruno Huwyler. Seit beinahe fünfzig Jahren ist er einer der viel gefragten Aargauer Schlagzeuger, flexibel, hochmusikalisch und menschlich zuverlässig. Zum Huwyler-Clan gehört auch der Saxofonist Tobias Huwyler, der Cousin von Samuel, der bei «Hier spricht Paul» spielt. Auch das «Buurli Open» in Endingen wurde lange Jahre von der sechsköpfigen Familie Huwyler organisiert. Anfangs als Plattform für Newcomerbands gedacht, entwickelte sich ein charmantes Festival, das über die Region hinaus strahlte. www.brunohuwyler.chwww.thegreatharryhillman.chDie Huwylers aus dem Surbtal: Samuel Huwyler ist Bassist bei der Band «The Great Harry Hillman», aktuell einer der spannendsten Schweizer Bands. Den Musikvirus streute sein Vater Bruno Huwyler. Seit beinahe fünfzig Jahren ist er einer der viel gefragten Aargauer Schlagzeuger, flexibel, hochmusikalisch und menschlich zuverlässig. Zum Huwyler-Clan gehört auch der Saxofonist Tobias Huwyler, der Cousin von Samuel, der bei «Hier spricht Paul» spielt. Auch das «Buurli Open» in Endingen wurde lange Jahre von der sechsköpfigen Familie Huwyler organisiert. Anfangs als Plattform für Newcomerbands gedacht, entwickelte sich ein charmantes Festival, das über die Region hinaus strahlte.
www.brunohuwyler.ch
www.thegreatharryhillman.ch
Die Schmids aus Windisch: Eher in der freien Jazzszene daheim ist der Trompeter Silvan Schmid. Er gehört zum Zürcher «Gamut Kollektiv», einer losen Vereinigung von Musikern der jüngeren Generation, die auf unterschiedlichen Ebenen – musikalisch, organisatorisch, sozial – sich zu organisieren versuchen. Silvan Schmid hat sich auf seinem Instrument einen guten Namen erarbeitet, trotz seiner experimentellen Spielhaltung spielt er über hundert Konzerte pro Jahr. Sein Vater Theo Schmid ist Klavierlehrer und hat den Sohn vor allem mit einer gut und vielseitig bestückten Plattensammlung angefixt. Die Kulturaffinität des Elternhauses hat auch dazu geführt, dass die Tochter als Bühnenbildnerin arbeitet. Beide Geschwister, Lena und Silvan Schmid, werden dieses Jahr von Aargauer Kuratorium mit Beiträgen gefördert. www.silvanschmid.chDie Schmids aus Windisch: Eher in der freien Jazzszene daheim ist der Trompeter Silvan Schmid. Er gehört zum Zürcher «Gamut Kollektiv», einer losen Vereinigung von Musikern der jüngeren Generation, die auf unterschiedlichen Ebenen – musikalisch, organisatorisch, sozial – sich zu organisieren versuchen. Silvan Schmid hat sich auf seinem Instrument einen guten Namen erarbeitet, trotz seiner experimentellen Spielhaltung spielt er über hundert Konzerte pro Jahr. Sein Vater Theo Schmid ist Klavierlehrer und hat den Sohn vor allem mit einer gut und vielseitig bestückten Plattensammlung angefixt. Die Kulturaffinität des Elternhauses hat auch dazu geführt, dass die Tochter als Bühnenbildnerin arbeitet. Beide Geschwister, Lena und Silvan Schmid, werden dieses Jahr von Aargauer Kuratorium mit Beiträgen gefördert. www.silvanschmid.ch
Die Hunzikers aus Baden: Rea und Peter Hunziker kann man fast jeden Montag im Winterhalbjahr im Restaurant «Isebähnli» in Baden sehen. Nicht Musik spielend, sondern als doppelter guter Geist der Konzerte von «Jazz in Baden». Peter Hunziker ist der Co-Präsident des Vereins, seine Tochter Rea ist für das Musik-Programm verantwortlich. Und zusammen sind Vater und Tochter Hunziker auch ab und zu auf der Bühne zu erleben. Rea als sehnsüchtige Sängerin mit brasilianischem Flair, Peter als Kontrabassist mit grossem Ton. Auch in der Familie Hunziker meint Kultur nicht einfach nur Jazz. Peter Hunziker ist auch als Fotograf unterwegs, und seine Frau, die Mutter von Rea, ist die bildende Künstlerin Ursula Rutishauser. www.reasom.ch www.urban-spaces.chDie Hunzikers aus Baden: Rea und Peter Hunziker kann man fast jeden Montag im Winterhalbjahr im Restaurant «Isebähnli» in Baden sehen. Nicht Musik spielend, sondern als doppelter guter Geist der Konzerte von «Jazz in Baden». Peter Hunziker ist der Co-Präsident des Vereins, seine Tochter Rea ist für das Musik-Programm verantwortlich. Und zusammen sind Vater und Tochter Hunziker auch ab und zu auf der Bühne zu erleben. Rea als sehnsüchtige Sängerin mit brasilianischem Flair, Peter als Kontrabassist mit grossem Ton. Auch in der Familie Hunziker meint Kultur nicht einfach nur Jazz. Peter Hunziker ist auch als Fotograf unterwegs, und seine Frau, die Mutter von Rea, ist die bildende Künstlerin Ursula Rutishauser.
www.reasom.ch
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Die Blöchlingers aus Wettingen: Vor 24 Jahren ist der Wettinger Saxofonist Urs Blöchlinger freiwillig aus dem Leben geschieden. Er zählte zu innovativsten und originellsten Jazz-Musiker jener Generation. Sein Sohn Lino war damals sechs Jahre alt. im vergangenen Frühling machte sich eine Gruppe früherer Mitstreiter von Urs Blöchlinger daran, dessen Stücke und Konzepte wieder neu erklingen zu lassen. Den Part von Blöchlinger senior übernahm dabei Blöchlinger Junior. Und zwar spielte Lino Blöchlinger mit den genau gleichen Instrumenten, also dem Alt- und Bass-Saxofon. Der Junior spielt jene Saxofone, mit denen sein Vater zwanzig Jahre lang aufgetreten war. Dabei spielt er die Hörner in einem ähnlichen Geist wie einst Urs Blöchlinger: Sperrig, frei, und immer wieder mit unerwartetem Witz. www.linobloechlinger.comDie Blöchlingers aus Wettingen: Vor 24 Jahren ist der Wettinger Saxofonist Urs Blöchlinger freiwillig aus dem Leben geschieden. Er zählte zu innovativsten und originellsten Jazz-Musiker jener Generation. Sein Sohn Lino war damals sechs Jahre alt. im vergangenen Frühling machte sich eine Gruppe früherer Mitstreiter von Urs Blöchlinger daran, dessen Stücke und Konzepte wieder neu erklingen zu lassen. Den Part von Blöchlinger senior übernahm dabei Blöchlinger Junior. Und zwar spielte Lino Blöchlinger mit den genau gleichen Instrumenten, also dem Alt- und Bass-Saxofon. Der Junior spielt jene Saxofone, mit denen sein Vater zwanzig Jahre lang aufgetreten war. Dabei spielt er die Hörner in einem ähnlichen Geist wie einst Urs Blöchlinger: Sperrig, frei, und immer wieder mit unerwartetem Witz.
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Die Aargauer Jazzfamilien:

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