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Interview

Herbert Weber zeigt im St.Galler Lagerhaus Filmprojektionen: «Das Meer ist ein Sehnsuchtsort»

Es sind acht beruhigende Ausblicke aufs Meer, die der 44-jährige Künstler, der 2017 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen erhalten hat, in einer raumgreifenden Installation im Architekturforum Ostschweiz ausstellt.
Nina Keel
Selbstporträt Herbert Webers im Zug von Bukarest nach Konstanza. (Bild: Herbert Weber)

Selbstporträt Herbert Webers im Zug von Bukarest nach Konstanza. (Bild: Herbert Weber)

Welchen Hintergrund hat die Ausstellung?

Herbert Weber: Mich interessieren Grenzen ganz generell – natürliche, geografische oder jene im zwischenmenschlichen Bereich. Küsten stellen Grenzen zwischen Land und Wasser dar, zwischen Nichtschwimmern und Schwimmern. Das Meer ist ein Sehnsuchtsort für jede und jeden, auch für mich, und dies wollte ich ins hoch gelegene St.Gallen bringen.

Das Meer ist zu unterschiedlichen Tageszeiten zu sehen, bei ruhigem und heftigem Wellengang und die Farben des Wassers variieren. Von welchen Orten aus schauen wir aufs Meer?

Unter den Orten sind Thessaloniki, Konstanza in Rumänien oder Cuxhaven. Die Auswahl mitbestimmt hat die Frage, wo ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln direkt ans Meer komme. Und auch, wo keine Wellenbrecher den Ausblick in die Weite stören.

Obwohl die Schau zart und voller Poesie ist, lautet deren Titel «Ende der Poesie». Was bedeutet er?

Das Meer steht auch für fürchterliche Realitäten: Menschen auf der Flucht ertrinken darin, es wird überfischt und tonnenweise Müll schwimmt umher. Es kann sein, dass diese Umstände die Poesie des Meeres letztlich ablösen. Ich hoffe, dass seine Schönheit noch lange überwiegt.

Im Rahmen der Ausstellung bieten Sie Yoga an. Warum?

Das Thema der Grenzen hat mich dazu bewegt, denn beim Yoga kommt man an die eigenen körperlichen Grenzen.

Yoga spielt auch bei Ihren neuen Sockenarbeiten eine Rolle. Die Titel sind nach Yoga-Positionen benannt. Wie wurden Sie zum ­Sockenhersteller?

Die ersten mit Javel behandelten Socken präsentierte ich vor zwei Jahren im Kunstmuseum St.Gallen an einer Messe. Mittlerweile verkaufe ich sie über meine Webseite, sozusagen im Doppelpack: Zu den Socken erhält man eine Fotografie, auf der ich diese inszeniere, oftmals in Yogapositionen.(nk)

Bis 22.9., Yoga Di und Do 19–20 Uhr, Kollekte.

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