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«Das hat mich einen mörderischen Mut gekostet»

Nachgefragt

Margrit Schriber, Sie besassen ja selber mal eine Tankstelle. Inwiefern ist der Roman autobiografisch?

Jeder meiner Texte hat mit dem zu tun, was mich im Leben streift. Doch ich führe kein Tagebuch, obwohl dies für die Erinnerung nützlich wäre. Das Milieu der geschilderten kleinen Tankstelle kenne ich. Und ich habe tatsächlich eine so grosse Autowaschstrasse eingekauft wie Pia im Roman. Das hat mich einen mörderischen Mut gekostet. Doch es gab keine Alternative, wenn diese Tankstelle nicht untergehen, sondern sich ins neue Zeitalter der Mobilität hinüber retten sollte.

Also können Sie sich mit Pia gut identifizieren?

Ja, aber ich bin nicht Pia. Ich stehe ihr sehr nahe, denn ich lenke ihre Gedanken und Wünsche und lege ihr meine Sätze in den Mund.

Und die anderen Figuren?

Ich versetze mich auch in sie hinein. Einen wie Luc, der Pia schikaniert, gab es in meinem Leben zum Glück nie. Andere Figuren schon. Und ich bin sicher, dass die Leser jemanden wie Pias Freundin kennen, die sich vor dem Alter und dem Alleinsein fürchtet. Oder einen Mann, der zwischen Gattin und Geliebter pendelt. Oder Leute mit der Macht, über die Zukunft anderer zu entscheiden.

So entsteht Vertrautheit.

Und darum fesseln solche Figuren. Als Autorin spiele ich mit ihnen und dringe immer tiefer vor. Bis aus den Sätzen und Szenen die Geschichte entsteht, die ich von Beginn an gestalten wollte. (are)

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