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Kunz-Plattentaufe:
Dank «Förschi» geht es weiter «Obsi»

Marco Kunz, der Luzerner Hitparadenstürmer, taufte im Hotel Schweizerhof vor ausverkauftem Haus seine neue CD. Erfreulich ist, wie trotz stetiger wachsender Show die Musik stets im Vordergrund bleibt.
Michael Graber
Marco Kunz spielt im ausverkauften Saal des Hotels Schweizerhof. Hier trägt er noch Rot. Bild: Roger Grütter (Luzern, 30. März 2019)

Marco Kunz spielt im ausverkauften Saal des Hotels Schweizerhof. Hier trägt er noch Rot.
Bild: Roger Grütter (Luzern, 30. März 2019)

Nervig an den vorsommerlichen Frühlingstagen im März ist jeweils, dass es dann doch kühl wird, kaum geht die Sonne viel zu früh unter. Statt draussen eine Grillparty zu feiern, sitzt man am Ende doch vor dem Fernseher und schaut eine Wiederholung des «Tatorts». Oder eben man geht ans Konzert von Kunz. Das hat zumindest noch den positiven Nebeneffekt, dass man den lauen Frühlingstag zumindest tem­peraturmässig noch etwas ver­längert. Im Hotel Schweizerhof herrschten gestern Celsiusgrade, die einem draussen in die Badi locken würden. Ausverkauft ist das Konzert des Luzerner Dauergasts in den Hitparaden. Es ist auch die Plattentaufe seines neuen Albums «Förschi» (ging direkt auf Platz 1), und so steht man nun dicht an dicht und wartet.

Nach einem etwas ausufernden Intro kommen Marco Kunz und Band in durchaus schmucken roten Anzügen auf die Bühne und starten denn auch mit den beiden ersten Songs des neuen Albums. Das hat viel Groove. Was bei acht Musikern auf der Bühne auch nicht wahnsinnig verwunderlich ist. Hackbrett und Bläser sorgen für den speziellen Ton von Kunz. Es ist und bleibt Pop, der aber bei aller Stromlinienförmigkeit stets eine eigene Note hat. Und vor allem hat der Sound Kunz. Der 34-Jährige aus Mauensee ist der beste Botschafter seiner Musik. Er lebt die Musik, und seine Freude ist ansteckend.

«Ich kann besser Musik machen als sprechen»

Und ganz ehrlich: Das ist sehr gute Unterhaltung. Sogar kleine und grössere Tanzeinlagen sind zu bewundern, und als sich die Musiker ihrer Anzüge entledigen, ist dies fast ein bisschen ein ­Magic-Mike-Moment. Aber statt gestählter Körper kommen nur neue Kleider zum Vorschein, die klassische Kunz-Kluft. Etwas dezentere Hemden mit Hosenträgern. Kunz spielt mit vielen Elementen und beherrscht das Spiel. Und vor allem versteht er, wann es genug ist. Die Show überbordet nie, die Musik bleibt bei allem aufwendigen Licht und gar einem Bärenkostüm im Vordergrund. «Ich kann besser Musik machen als sprechen», sagt Kunz dann auch beim Taufakt der CD.

Und eigentlich wäre «Obsi» fast passender als Name gewesen statt «Förschi». Es geht konstant aufwärts mit Kunz, und es würde verwundern, wenn er nicht noch mal eine Schippe drauflegen könnte. Sollten die Temperaturen an den Konzerten dann noch weiter steigen, müssen sie künftig aber in kurzen Hosen auftreten.

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