Country räumt ab

Die Favoriten gingen fast leer aus, Lady Gaga sorgte für das gewohnte Skandälchen, und der Gewinner des Abends heisst Country: Das waren die 53. Grammy Awards.

Roger Berhalter
Drucken

Nein, Lady Antebellum ist keine junge blonde Popsängerin, die mit ihren exzentrischen Kostümen provoziert. Das bleibt nach wie vor Lady Gaga vorbehalten, die an der 53. Grammy-Verleihung am Sonntagabend für das gewohnte Skandälchen sorgte. In einem überdimensionierten Ei kam die 24-Jährige auf die Bühne des Staples Center in Los Angeles, und während ihres Live-Auftritts schlüpfte sie aus ihrer Schale.

Drei Grammies konnte Lady Gaga schliesslich nach Hause nehmen, unter anderem den Preis als beste Popsängerin 2010.

Rihanna zeigt viel Haut. (Bild: Keystone)
80 Bilder
Katy Perry auf der Grammy-Bühne. (Bild: Keystone)
Jennifer Lopez (Bild: Keystone)
Soap-Star Kim Kardashian (Bild: Keystone)
Miley Cyrus (Bild: Keystone)
Leona Lewis (Bild: Keystone)
Lady Gaga wird in einer Kapsel zur Grammy-Verleihung gebracht. (Bild: Keystone)
Lady Gaga bei ihrer Grammy-Pferformance. (Bild: Keystone)
Räumten ab: Vier Grammys für Lady Antebellum (Bild: Keystone)
Nicole Kidman mit Ehemann und Musiker Keith Urban (Bild: Keystone)
Dee Dee Bridgewater (Bild: Keystone)
Lenny Kravitz (Bild: Keystone)
Schwer verliebt: Katy Perry und Russell Brand (Bild: Keystone)
Grammy-Gewinner Bruno Mars (Bild: Keystone)
Ciara (Bild: Keystone)
LeAnn Rimes (Bild: Keystone)
Cee Lo Green und Gwyneth Paltrow (Bild: Keystone)
Rihanna und Eminem (Bild: Keystone)
Sean «Diddy» Combs (Bild: Keystone)
Christina Aguilera (Bild: Keystone)
Justin Bieber (Bild: Keystone)
Mick Jagger mit Raphael Saadiq (Bild: Keystone)
Taboo von den Black Eyed Peas. (Bild: Keystone)
Katy Perry (Bild: Keystone)
Jennifer Hudson (Bild: Keystone)
Priscilla Presley (Bild: Keystone)
John Mayer (Bild: Keystone)
Dave Grohl von den Foo Fighters mit Begleitung. (Bild: Keystone)
Bruno Mars (Bild: Keystone)
Brandy (Bild: Keystone)
Adam Lambert (Bild: Keystone)
Monica (Bild: Keystone)
Nick Lachey und Vanessa Minnilo (Bild: Keystone)
Marcus Mumford von Mumford & Sons (Bild: Keystone)
Janelle Monae (Bild: Keystone)
Kelly Rowland (Bild: Keystone)
India Arie (Bild: Keystone)
Chaka Khan (Bild: Keystone)
Cher (Bild: Keystone)
R. Kelly (Bild: Keystone)
Herbie Hancock (Bild: Keystone)
Toni Braxton (Bild: Keystone)
Taylor Hawkins von den Foo Fighters (Bild: Keystone)
Whitney Houston (Bild: Keystone)
Tennis-Star Serena Williams (Bild: Keystone)
Komponist Hans Zimmer (Bild: Keystone)
Kelly Osbourne (Bild: Keystone)
Mitglieder der Metal-Band Megadeath (Bild: Keystone)
Esperanza Spalding performt mit Bobby McFerrin (Bild: Keystone)
Vieux Farka Toure mit seinem Grammy für das beste traditionelle World-Music-Album (Bild: Keystone)
Mumford & Sons (Bild: Keystone)
Faith Evans (Bild: Keystone)
David Guetta (Bild: Keystone)
Buddy Guy mit seinem Grammy für das beste zeitgenössische Blues-Album. (Bild: Keystone)
Natasha Bedingfield (Bild: Keystone)
Mya (Bild: Keystone)
Jewel (Bild: Keystone)
Hayley Williams von Paramore (Bild: Keystone)
Schauspielerin Paz Vega (Bild: Keystone)
Little Wayne und Nicki Minaj (Bild: Keystone)
Diana Krall und Elvis Costello (Bild: Keystone)
Donnie Wahlberg (Bild: Keystone)
Ricky Martin (Bild: Keystone)
Neil Young (Bild: Keystone)
Jada Pinkett Smith mit Ehemann Will Smith, und Tochter Willow (Bild: Keystone)
Nikki Sixx von Mötley Crüe mit Begleiterin. (Bild: Keystone)
LL Cool J (Bild: Keystone)
Usher (Bild: Keystone)
Matthew Bellamy von Muse (Bild: Keystone)
Funk-Meister George Clinton mit Begleiterin (Bild: Keystone)
Muse mit den Grammys für das beste Rock-Album. (Bild: Keystone)
Cyndi Lauper (Bild: Keystone)
Florence Welch von der Band Florence and the Machine (Bild: Keystone)
Adam Levine, Sänger von Maroon 5 (Bild: Keystone)
Miranda Lambert mit ihrem Grammy für«best female country vocal performance» (Bild: Keystone)
Die kanadische Band Arcade Fire hat mit «Suburbs» das Album des Jahres abgeliefert. (Bild: Keystone)
Schauspielerin Selma Blair (Bild: Keystone)
Kris Kristofferson (Bild: Keystone)
Barbara Streisand (Bild: Keystone)
Kings of Leon (Bild: Keystone)

Rihanna zeigt viel Haut. (Bild: Keystone)

Schlicht in Schwarz

Aber nicht Gaga, sondern eine andere Lady war der Gewinner des Abends. Lady Antebellum, ein Country-Trio aus Nashville, gewann gleich fünf Auszeichnungen. Ihr poppiger Countrysong «Need You Now» wurde in zwei der drei wichtigsten Grammy-Kategorien geehrt, als bester Song und als beste Aufnahme des vergangenen Jahres.

Zudem gewannen die drei Amerikaner die Preise für den besten Countrysong und für das beste Country-Album. Ihr Live-Auftritt in schlichtem Schwarz und mit akustischer Gitarre stand im krassen Gegensatz zur grellen Darbietung der Gaga-Lady.

Auch ältere Stars zeigten Showeinlagen: Mick Jagger von den Rolling Stones und Bob Dylan. Die erkrankte Soul-Sängerin Aretha Franklin bedankte sich per Video bei ihren Fans für die Unterstützung.

Ohne Bieber

Auffällig an der 53. Grammy-Verleihung: Die Favoriten gingen grösstenteils leer aus. Eminem war zwar zehnmal nominiert, gewann aber schliesslich nur zweimal, unter anderem für das beste Rap-Album («Recovery»). Der Hawaiianer Bruno Mars gefiel zwar allen Damen im Saal, der 25-Jährige holte sich mit «Just The Way You Are» aber nur einen von sechs möglichen Grammies. Katy Perry zeigte zwar eine pompöse Bühnenshow, ging aber leer aus.

Und Teeniestar Justin Bieber durfte an der Veranstaltung zwar mit Will Smiths Sohn Jaden rappen, für einen Grammy reichte es aber nicht.

Indie-Album des Jahres

Nicht einmal als bester Neuling hatte Bieber eine Chance. Diese Grammophon-Trophäe schnappte sich zum ersten Mal überhaupt eine Jazzmusikerin. Die 26jährige Esperanza Spalding, die singt und Kontrabass spielt, zeigte sich denn auch überrascht über ihre Wahl. Überraschend auch die Wahl des Album des Jahres.

Arcade Fire trugen den Preis mit «The Suburbs» nach Hause. Die kanadische Indie-Band setzte sich damit gegen kommerzielle Grössen wie Eminem, Lady Gaga und Katy Perry durch.

Schweizer Beteiligung

Auch die Schweiz kann sich (zumindest ein bisschen) über die jüngste Grammy-Verleihung freuen. Die Wahlzürcherin Cecilia Bartoli erhielt nämlich ebenfalls eine Auszeichnung für ihr Kastraten-Arien-Doppelalbum «Sacrificium». Die Mezzosopranistin gewann in der Kategorie beste klassische Gesangsdarbietung, in der sie schon 2002 einen Grammy holte.

Bartoli ist mit dem Schweizer Bariton Oliver Widmer verheiratet und lebt in der Nähe von Zürich.

Aktuelle Nachrichten