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Fumetto 2019: Comics aus aller Welt und ein Luzerner Mord

Das Comic-Festival Luzern (6. bis 14. April) bietet auch dieses Jahr ein vielseitiges Programm mit Künstlerinnen und Künstler von nah und fern.
Arno Renggli
Werk des Japaners Keiichi Tanaami. (Bild: Fumetto)

Werk des Japaners Keiichi Tanaami. (Bild: Fumetto)

So zeigt etwa die Kunsthalle Luzern Werke des Franzosen Joann Sfar (48). Seine berühmteste Figur ist die sprechende, Thora studierende Katze des Rabbiners. Der neuste Band ist soeben erschienen. In seinen geistreichen Storys treten Vampire, Monster und Menschen auf, die in diversen kulturellen Hintergründen nach Blut, Lust und Kunst lechzen.

Werke des früh verstorbenen britischen Avantgardisten Herbert Crowley werden im B74 Raum für Kunst erstmals seit über 50 Jahren wieder öffentlich gezeigt. Sie zeigen groteske Figuren, surreale Kompositionen und Fantasielandschaften.

Ein Mädchen will zum Monster werden

Artist in Residence ist die Amerikanerin Emil Ferris, die im Hotel Schweizerhof ausstellt. Ihr Dé­butroman «My Favorite Thing is Monsters» handelt von einer 10-Jährigen, die selber ein Monster werden will. Bis es so weit ist, klärt sie einen Mord auf. Die Mischung aus Krimi und Horror­story mit kunstgeschichtlichen Bezügen hat für Furore gesorgt.

Diesjähriges Gastland ist Indien, verschiedene Künstler sind in der Galerie Gummi-Entli vertreten. Geboten wird ein Einblick in das Gewebe von aktuellen und historischen Bildwelten. Heute werden Comics auch genutzt, um Gesellschaftskritik zu äussern.

Im Kunstmuseum Luzern ist eine Ausstellung über den Japaner Keiichi Tanaami (82) zu sehen. In psychodelischen Visionen verbindet er japanische Kultur mit der US-Comic-Welt und thematisiert Kommerz, Krieg, Krank­heit, Drogen und Lust. Er gilt als Vorreiter von Japans Pop-Art. In dieser ersten Schweizer Übersichtsausstellung ist die ganze mediale Bandbreite seines Schaffens zu sehen.

Mit dem Luzerner Melk Thalmann ist im Historischen Museum ein einheimischer Künstler zu Gast. Er erzählt einen berühmten Mordfall als Graphic Novel: Die Geschichte Ferdinand Gattis, der 1892 mit der Luzerner Guillotine hingerichtet wurde. (are)

Infos über weitere Ausstellungen, den Wettbewerb zum Thema Velo, das Satellitenprogramm und Rahmenanlässe: www.fumetto.ch

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