Clownin Ama will unbedingt sterben

Ama ist unsterblich, aber sterbewillig. Sie ist Expertin auf dem Gebiet des gewollten Todes, kennt Fakten und Beweggründe, nur der Vollzug bleibt ihr ein Rätsel. Aber die Euphorie, mit der sie sich ins Jenseits befördern will, ist ansteckend.

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Ama ist unsterblich, aber sterbewillig. Sie ist Expertin auf dem Gebiet des gewollten Todes, kennt Fakten und Beweggründe, nur der Vollzug bleibt ihr ein Rätsel. Aber die Euphorie, mit der sie sich ins Jenseits befördern will, ist ansteckend. Viviane Borsos, die Schauspielerin hinter dem Namen Ama, begleitet die Zuschauer durch die Absonderlichkeiten eines liebenswerten Lebens, bis hin zum fulminanten Schluss, und sie tut dies sensibel, wahnwitzig und nicht selten ziemlich laut. Das Stück zeigt, wie schaurig, makaber und komisch das Leben sein kann.

«Ama – A Herculean Venus Suicidal Clown» heisst das Stück der Clownin Viviane Borsos und des Regisseurs Stéphane Fratini. Borsos ist ursprünglich gelernte Schriften- und Reklamegestalterin, hat früher auch schon einen Jazzclub geführt («Gong» im zürcherischen Wettswil) und ein Open Air organisiert (Schlauer Bauer bei Wetzikon) und sich in Zürich zur Bewegungsschauspielerin weitergebildet.

Viviane Borsos bringt auch viel Zirkuserfahrung mit auf die Bühne, die sie auf Tournées in der ganzen Schweiz mit dem Theaterzirkus Wunderplunder und dem Zirkus Chnopf gesammelt hat. (pd/rbe)

Morgen Sa, Theater 111 (Grossackerstrasse 3), 20.15 Uhr