Christine Fischer und ihr neuer Roman «Lebzeiten»

ST. GALLEN. Eigensinnige Frauenfiguren prägen oft die Texte von Christine Fischer. In «Nachruf für eine Insel» (2009) war es die 62jährige Buchhändlerin Gunda, die auf der Suche nach ihrem Mann eine Odyssee durch halb Europa unternimmt.

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ST. GALLEN. Eigensinnige Frauenfiguren prägen oft die Texte von Christine Fischer. In «Nachruf für eine Insel» (2009) war es die 62jährige Buchhändlerin Gunda, die auf der Suche nach ihrem Mann eine Odyssee durch halb Europa unternimmt. Zuletzt, in «Els» (2012), war es die eigenwillige Hüttenwartin Els, deren Innenleben die Autorin der Urlandschaft in Schwedisch-Lappland gegenübergestellt hat.

In ihrem neuen Roman «Lebzeiten», der erneut im Appenzeller Verlag erscheint, heisst die Frau Lore. Sie ist Kindergärtnerin und steht kurz vor der Pensionierung. Und sie erhält die Diagnose: Demenz. «Das Kopfgeschehen», wie Lore ihre Erkrankung nennt, reisst Löcher ins Gedächtnis und die Sprache. Doch Lore kauft sich entschlossen ein Heft und beginnt zu schreiben: Einen Brief an das Leben. Sie hält fest, was der Tag ihr bringt, was sie wahrnimmt, denkt und fühlt. Lore hält damit nicht nur das Leben fest, sondern auch die Sprache, die ihr mehr und mehr entgleitet. «Lebzeiten» ist ein «innerlicher Roman» und nicht zuletzt auch ein Liebesroman.

An der Buchvernissage liest Christine Fischer Auszüge aus dem Roman und Eva Bachmann unterhält sich mit der Autorin. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Saint City Orchestra (Sandro Schmid und Til Schacher). (red.)

Do, 23.4., 19.30 Uhr, Raum für Literatur, Hauptpost St. Gallen, Eingang St. Leonhardstrasse 40, 3. Stock