Cello und Bass mit Uraufführungen

Gerhard Oetiker (Violoncello) und Raffael Bietenhader (Kontrabass) pflegen als Duo Rossini mit ihren Instrumenten eine spezielle Kombination und lassen sich von zeitgenössischen Komponisten Werke dafür schreiben.

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Gerhard Oetiker (Violoncello) und Raffael Bietenhader (Kontrabass) pflegen als Duo Rossini mit ihren Instrumenten eine spezielle Kombination und lassen sich von zeitgenössischen Komponisten Werke dafür schreiben. Im morgigen Konzert der Reihe «Contrapunkt» erklingen gleich zwei Uraufführungen für diese Koppelung der beiden tiefen Streicher. Vom Thurgauer Komponisten Laurenz Custer spielen Oetiker und Bietenhader als Uraufführung die Brontallo-Suite Nr. 2 von 2009. In fünf Sätzen, die ursprünglich für Oboe und Fagott gedacht waren und für das Cello-Bass-Duo um rhapsodische Elemente und formale Kriterien erweitert wurden, huldigt Custer auch seinem Kompositionslehrer Paul Hindemith.

Zwei einfache Zuspielgeräte gesellen sich zu den beiden Musikern in Bo Wigets «Horizontale 1» (komponiert 2011) als zweiter Uraufführung des Contrapunkt-Abends. Der Komponist übermalt quasi ein Stück aus Bachs Magnificat und verlangt von den Musikern theatralische Aktionen. Mit improvisierten Teilen spielt das Stück humorvoll mit Zeit und Raum. In die Welt des I Ging entführt das dritte Werk des Abends, Alfons Karl Zwickers «Secretum». Die acht Stücke des St. Galler Komponisten nach Urzeichen des I Ging haben Gerhard Oetiker und Raffael Bietenhader 2007 in Mariaberg uraufgeführt. Zwicker beschreibt in jedem Stück das Wesen des jeweiligen «I Ging»-Zeichens und die Wandlungsmöglichkeiten innerhalb dieses Zeichens. (pd/map)

Morgen Do, Tonhalle St. Gallen (Kleiner Saal), 20 Uhr