BUCHFEST: Lautes und Leises nach Lust und Laune

Das Programm des Literaturfestivals Wortlaut vom 30. März bis 2. April steht fest. Neben Jonas Lüscher, Nora Gomringer und Max Küng sind auch Ostschweizer zu hören – und Comiczeichner Nicolas Mahler zu erleben.

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Am 30. März fällt der Startschuss zu den diesjährigen St. Galler ­Literaturtagen Wortlaut. Die ­ 9. Austragung zeigt ein vielfältiges Programm aus Kabarett, Literatur, Comic und Spoken Word. Wortlaut beginnt am Donnerstag mit dem Prolog. Dieser führt die Besucherinnen und Besucher dieses Jahr ins Kulturforum Amriswil, wo der St. Galler Autor Frederic Zwicker mit seinem literarisch feinfühligen Debüt begeistert. Den Freitagabend im Raum für Literatur eröffnet die Literaturwissenschaftlerin Hildegard Elisabeth Keller, danach überrascht Max Küng mit seiner musikalischen Lesung der besonderen Art, bevor die Wortpoetinnen und -poeten am Dialekt-­Poetry-­Slam «Säg rächt!» dem Publikum in der Grabenhalle ordentlich einheizen. Den Kern der St. Galler Literaturtage Wortlaut bildet der Samstag mit seinen rund 30 Veranstaltungen verteilt auf verschiedene Orte in der Stadt.

Ein Festival mit viel Ostschweizer Eigenleistung

Besucherinnen und Besucher orientieren sich dabei nach Lust und Laune innerhalb der vier Programmreihen Laut, Luise, Lechts und Rinks. Die Reihenbezeichnungen, eine Hommage an den deutschsprachigen Sprach-­ und Wortlautspieler Ernst Jandl, strukturieren das Programm und fordern gleichzeitig auf zu einer spartenübergreifenden Entdeckungsreise. Das grösste und bedeutendste Literaturfestival der Ostschweiz ist eine Bühne für ­Literaturschaffende aus der Schweiz und den Nachbarländern, aber auch eine Plattform für Ostschweizer Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler. Mit Manuel Stahlberger gewinnt das OK unter der Leitung von Richi Küttel ein kabarettistisches Schwergewicht aus der eigenen Stadt.

In der Reihe Rinks vertritt der Slammer Renato Kaiser die Region, und für die Comic-­Reihe Lechts konnte der junge St. Galler Grafiker und Comic-­Autor Flurin de Salis verpflichtet werden. Im Splügeneck lesen vier lokale Schreibende des Literaturnetzes Ostschweiz in kurzen Sequenzen aus ihren aktuellen Werken.

Mit der Appenzeller Anthologie «Ich wäre überall und nirgends», einer Sammlung literarischer Texte aus dem und über das Appenzellerland von 1900 bis heute, schliessen die 9. St. Galler Literaturtage Wortlaut am Sonntag im Raum für Literatur. (red)

www.wortlaut.ch