Musikverein Lunkhofen
Sibylle Bégues geglückter Einstand

Der Musikverein Lunkhofen unter neuer Leitung und mit einer gut besuchten «Hüttengaudi» hinterliess an seinen beiden Jahreskonzerten am 1. und 2. Januar einen soliden Eindruck.

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Sibylle Bégues geglückter Einstand

Sibylle Bégues geglückter Einstand

Lukas Schumacher

«Sie hat es im Griff», stellte eine Konzertbesucherin während der Pause in der Mehrzweckhalle Oberlunkhofen anerkennend fest. «Ihre Leidenschaft ist die Musik», gab Musikvereinspräsidentin Maria Grossen zu verstehen, «und ihr Einsatz bei der Konzertvorbereitung war bewundernswert.» Die Komplimente galten der Meisterschwanderin Sibylle Bégue, der neuen Chefin der 40 Lunkhofer Musikantinnen und Musikanten.

Stressige Zeiten

Sibylle Bégue führte den in Harmoniebesetzung spielenden Verein der 3. Klasse in der Tat souverän durchs Jahreskonzert. Sie selber hat stressige Monate hinter sich: Im Sommer schloss Bégue die dreijährige Dirgentenausbildung Typ B an der Musikhochschule Luzern ab, Ende August wurde sie Mutter eines Sohnes, und im September übernahm sie den Musikverein Lunkhofen als Nachfolgerin von Dirigent Domenic Plüss; Plüss hatte die musikalische Leitung wegen einer zeitintensiven beruflichen Weiterbildung aufgegeben.

Ein Neuling in der Dirigentenszene ist Sibylle Bégue nicht. Sie dirigierte bis 2009 während mehrerer Jahre die Musikgesellschaft Meisterschwanden. Im August 2008 übernahm sie zudem die musikalische Leitung bei der Spielgemeinschaft Würenlos-Neuenhof.

Populäre «Hüttengaudi»

Die Zuhörer bekamen unter dem Konzertmotto «Hüttengaudi» und der Programmansage von Bianca Schödler bekannte Melodien zu hören. Teil 1 stand im Zeichen einheimischer Kost, angefangen bei Kurt Broglis «From Lucerne to Weggis» bis «The Best of Polo Hofer» samt den Hits «Kiosk» und «Giggerig». Sehr gefällig trug eine siebenköpfige Formation des Vereins die lüpfigen «Ländler-Solisten» vor, und zu Ehren von Otto Huber (50 Jahre Musizieren beim MV Lunkhofen) und Rolf Hagenbuch (25 Jahre) erklang «Emo-
tions».

In der Pause wechselten die Musikanten das Tenü. Sie ersetzten ihre Uniform durch Winterfreizeitkluft und intonierten in Teil 2 populäre Schlager-, Pop-, Rock- und Discohits wie «Brutto-Sozialprodukt», «99 Luftballons» oder «Ein Stern, der deinen Namen» trägt. Zwei Zugaben rundeten das gefällige Konzert ab.

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