Kulturpreis
Preisträger Pedro Lenz bedankt sich poetisch für den AZ Kulturpreis

Der diesjährige Kulturpreis der AZ Medien wurde heute in der Oltner Kulturhalle verliehen. Stolzer Preisträger ist der Autor Pedro Lenz. In der 14-jährigen Geschichte des Preises ist er nach Franz Hohler und Klaus Merz erst der dritte Autor, der mit dem az Kulturpreis geehrt wird.

Drucken
Die Jury (von hinten links nach vorne rechts) Christian Berzins, Peer Teuwsen, Ludwig Hasler, Maja Wanner, Sabine Altorfer und Christian Dorer
11 Bilder
Die ehemaligen Kulturpreistraeger Franz Hohler, Brigitta Luisa Merki und Andreas Fleck (von Links)
Landammann Peter Gomm mit Gattin Claudia, Annelies und Marcel Guignard (von links)
Nach der Anmeldung zum AZ Kulturpreis...
... kommt man gleich zum Apéro.
Feine Häppli
Man darf zugreifen
Verleger Peter Wanner schwärmt in der Eröffnungsrede von den «köstlich beschriebenen Szenen» in Pedro Lenz' Buch « Der Goalie bin ig»
Nach seiner Laudatio steht Balts Nill gleich selbst zusammen mit Pedro Lenz auf der Bühne.
In Olten wurde der az Kulturpreis verliehen

Die Jury (von hinten links nach vorne rechts) Christian Berzins, Peer Teuwsen, Ludwig Hasler, Maja Wanner, Sabine Altorfer und Christian Dorer

Emanuel Freudiger

«Sie sehen unter dem Dach noch die Ringe, in denen man spätere Regierungsräte im Kreuz hat hängen lassen», begrüsste der Solothurner Landammann Peter Gomm das Publikum augenzwinkernd. Eine Turnhalle, die mittlerweile eine Kulturhalle ist - passender hätte der Ort für die diesjährige Verleihung des Kulturpreises der AZ Medien nicht sein können.

zvg

Denn auch der Preisträger Pedro Lenz verbindet als eingefleischter Fussballfan und ebenso eingefleischter Autor Kunst mit Sport, wie schon der Titel seines wohl bekanntesten Buches «Der Goalie bin ig» zeigt. Und beim Miteinander von Fussball und Literatur schlägt auch dem Preisstifter, Verleger Peter Wanner, das Herz höher: «Vor allem in den köstlich beschriebenen Szenen, die jeder am eigenen Leib erfahren hat, wenn man als Bub bei der Mannschaftsaufstellung als letzter, weil jüngster oder kleinster ins Goal gesteckt wurde.»

zvg

An diesem Abend war Pedro Lenz jedoch statt als Goali als Balotelli der Literatur unterwegs. «Er rhythmisiert und verdichtet Hausgebrauch-Mundart - bis eben ein Stück Literatur daraus entsteht», erklärte Jurypräsidentin Sabine Altorfer begeistert. Dieses spielerische Neben-, In- und Miteinander von Literatur und Lebensalltag sei für die Jury ausschlaggebend gewesen dafür, dieses Jahr Pedro Lenz auszuzeichnen - übrigens nach Franz Hohler und Klaus Merz, als dritten Autor in der 14-jährigen Geschichte des Preises.

zvg

Und dass Lenz einer der wenigen Schriftsteller sei, den man «scho gseh und ghört hett», so Altorfer, und nicht nur einer den man «scho gläse hett», durfte man an diesem Abend gleich selbst erfahren. Anstatt einer artigen Dankesrede nach der Laudatio von Balts Nill oder gar einem sportlichen Siegesgebrüll à la «Der Gwünner bin ig!» brachten Preisträger Pedro Lenz und Laudator Balts Nill den Saal zum swingen mit einem Spoken-Poetry-Dank, der in die Ohren fuhr, von dort in die Knie und - ohne, dass man sich dagegen wehren konnte - auch in die Herzen.

zvg