Bildende Kunst
Medienkünstlerin Vera Molnar im Haus Konstruktiv in Zürich

Die 1924 geborene ungarisch-französische Medienkünstlerin Vera Molnar gilt als Pionierin der Computerkunst. Das Haus Konstruktiv in Zürich widmet ihr vom 5. Februar bis 10. Mai eine Retrospektive.

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Das Museum "Haus Konstruktiv" im ehemaligen Zürcher Elektrizitätswerk Selnau.

Das Museum "Haus Konstruktiv" im ehemaligen Zürcher Elektrizitätswerk Selnau.

Keystone

Mit rund 80 Werken aus Museumssammlungen und Privatbesitz spannt die Ausstellung einen Bogen von den frühen, bisher noch nie gezeigten Handzeichnungen Vera Molnars über ihre Plotterzeichnungen aus den späten 1960er Jahren bis hin zu einer neuen, eigens für das Museum Haus Konstruktiv konzipierten Installation.

Die Einzelschau mit dem Titel "(Un)Ordnung. (Dés)Ordre" ist nicht chronologisch, sondern nach verschiedenen Themen geordnet, innerhalb derer ein Bogen von frühen bis hin zu aktuellen Arbeiten gespannt wird. Immer wieder greift Molnar auf bereits existierende Arbeiten zurück und lädt sie mit neuen Ideen auf.

Kreis, Quadrat und Linien

In der Ausstellung spiegeln sich die zentralen Themen, denen sich Molnar seit Jahren widmet: Dies sind, neben den Grundformen Kreis und Quadrat, auch die Linie sowie die Variation bestimmter Buchstaben.

Neben Computerzeichnungen, Fotografien und Gemälden zeigt die 91-jährigen Künstlerin zum ersten Mal die installative Wandarbeit "on se promène?" Dabei handelt es sich um die Umsetzung einer Arbeit auf Papier aus dem Jahr 1988.

Die Zürcher Ausstellung ist eine Kooperation mit der Künstlerin und dem Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt. Kuratiert wurde sie von Evelyne Bucher und der Museumsdirektorin Sabine Schaschl.

Ordnung und Unordnung

Als Ergänzung zur Werkübersicht Vera Molnar zeigt das Haus Konstruktiv die Gruppenschau "Quantum of Disorder". Die beteiligten Künstler und Künstlergruppen Thomas Baumann, Cod.Act, Attila Csörgő, Alexandre Joly, Peter Kogler, Pe Lang, Carsten Nicolai, Semiconductor und Troika kreieren ihre Werke "mittels neuer Technologien und Programmierungen aus dem Wechselspiel von Ordnung und Unordnung, System und Abweichung", wie das Museum schreibt.

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