China

Künstler rufen via Facebook zu Protest gegen Ai Weiweis Festnahme auf

Mit einer weltweiten Aktion wollen sich Künstler am Sonntag für die sofortige Freilassung des chinesischen Gegenwartskünstlers Ai Weiwei einsetzen. Sie riefen über das Internetnetzwerk Facebook zum Protest "1001 Stühle für Ai Weiwei" auf.

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Ai Weiwei ist seit seiner Festnahme verschwunden (Archiv)

Ai Weiwei ist seit seiner Festnahme verschwunden (Archiv)

Keystone

In Anlehnung an Ai Weiweis documenta-Beitrag "Fairytale" sollen dabei in verschiedenen Städten der Welt - darunter auch in Bern - um 13.00 Uhr Ortszeit 1001 Stühle vor chinesischen Botschaften und Konsulaten aufgestellt werden. Weitere Orte sind etwa Berlin, New York, Stockholm, London, Paris, Wien, Moskau, Madrid oder Hongkong.

2007 hatte Ai Weiwei auf der documenta 1001 Chinesen nach Kassel kommen lassen und damit für Aufsehen gesorgt. Die Teilnehmer der Protestaktion "1001 Stühle für Ai Weiwei" wurden per Facebook aufgerufen, selbst Stühle mitzubringen und darauf Platz zu nehmen.

Die Aktion soll auf "friedliche" Art und Weise der Forderung Ausdruck verleihen, Ai Weiwei sofort freizulassen, hiess es auf der Facebook-Seite. Zudem setzen sich die Organisatoren dafür ein, dass Künstler in China frei arbeiten und ihre Meinung äussern können.

Der Regimekritiker Ai Weiwei wurde am 3. April in Peking festgenommen und ist seitdem verschwunden.