Museen

Bündner Kunstmuseum erhält deutlich mehr Ausstellungsfläche

Das Bündner Kunstmuseum in Chur soll mehr Ausstellungsfläche und zeitgemässe Infrastrukturen bekommen. Der dem Museum angegliederte Sulserbau wird durch einen Neubau ersetzt. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 28,5 Millionen Franken.

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Das Kunstmuseum in Chur (Archiv)

Das Kunstmuseum in Chur (Archiv)

Keystone

Den Bruttoinvestitionen stehen 20 Millionen Franken Einnahmen aus einer zweckgebundenen Schenkung gegenüber, wie die Kantonsregierung am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich bleibt für den Kanton eine Nettoinvestition von 8,5 Millionen Franken.

Vorgesehener Baubeginn ist im Oktober 2013. Eine Eröffnung des erweiterten Kunstmuseums wäre im September 2015 möglich. Die Regierung hat die entsprechende Botschaft an den Grossen Rat weitergeleitet. Das Parlament behandelt das Geschäft in der Junisession.

Unbefriedigende Situation

Die betriebliche und bauliche Situation sei für das am Churer Postplatz gelegene Kunstmuseum aufgrund eines seit Jahrzehnten bestehenden Platzmangels unbefriedigend, schreibt die Regierung. Bereits in der kantonalen Museumskonzeption von 1976 wurde für das Museum ein Raumbedarf von 3800 Quadratmetern ausgewiesen.

Renovation, Restaurierung und der Umbau des Museums von 1987 bis 1990 brachten keinen markanten Raumgewinn. Mit rund 1900 Quadratmetern steht dem Kunstmuseum die Hälfte des vor 36 Jahren definierten Raumbedarfs zur Verfügung.

Architekturbüro aus Barcelona gewinnt Wettbewerb

Die von der Regierung vorgeschlagene bauliche Erweiterung des Museums soll die infrastrukturellen Mängel beheben und neuzeitliche Museumsräumlichkeiten schaffen. Geplant ist die Schaffung einer zusätzlichen Ausstellungsfläche von 2700 Quadratmetern.

Als Sieger des durchgeführten Architekturwettbewerbs wurden von der Jury das Architekturbüro Barozzi Veiga aus Barcelona mit dem Projekt "Die Kunst der Fuge" erklärt. Auf dem zweiten Platz folgt das Projekt "Hyllis" vom Architekturbüro EM2N aus Zürich. Den dritten Rang erzielte das Projekt "Alberto" von Valerio Olgiati aus Flims.