Übersichtlicher
70 Schreibende stellen ihre Werke an den Solothurner Literaturtagen vor

Die Solothurner Literaturtage werden immer übersichtlicher. Etwa 70 Schreibende - davon elf aus dem Ausland - stellen am Auffahrtswochenende ihre neuesten Werke vor. In früheren Jahren waren es manchmal über 100.

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Lukas Bärfuss wird in Solothurn lesen. (Archiv)

Lukas Bärfuss wird in Solothurn lesen. (Archiv)

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Wie in ihren Anfängen verstehen sich die Literaturtage jetzt wieder verstärkt als Schweizer Werkschau. So sind denn auch praktisch alle Schweizer Autoren und Autorinnen vertreten, die in den letzten beiden Buchsaisons wichtige Werke publiziert haben.

Lukas Bärfuss etwa, der seinen für den Leipziger Buchpreis nominierten "Hagard" schon letztes Jahr in Solothurn präsentieren wollte, dazu unter anderen Jonas Lüscher, Michael Fehr, Tim Krohn, Matthias Zschokke und Urs Faes sowie die frischgebackenen Träger des Schweizerischen Literaturpreises Ernst Burren und Dieter Zwicky. Dazu DebütantInnen wie Julia Weber, Flurin Jecker, Kathy Zarnegin, Amsél und Dina Sikirić.

Neben der wie immer übermächtigen Deutschschweizer Delegation kommen sieben Schreibende aus der Romandie, vier aus dem Tessin und zwei aus der rätoromanischen Schweiz, wie die Literaturtage am Mittwoch mitteilten.

Aus dem Ausland erwartet werden beispielsweise der Bachmannpreisträger Franzobel aus Österreich und aus Deutschland Ilja Trojanow, der die Literaturtage an Auffahrt mit einer Rede eröffnet. Aus Frankreich kommt die Inderin Shumona Sinha, die mit "Erschlagt die Armen" berühmt wurde und nach Solothurn ihre neuesten Bücher "Kalkutta" und "Apatride" mitbringt.

Spoken Word für Klein und Gross

Spoken Word bildet wie schon in früheren Jahren einen Schwerpunkt. Die Zürcher Rapperin Big Zis, der Autor und Slampoet Daniel Ryser alias Göldin und die Slammerin Daniela Dill betätigen sich auf diesem Feld.

Spoken Word für die Kleineren gibt es im Rahmen des JuKiLi-Programm, das in den Tagen vor dem eigentlichen Festival stattfindet. Hier geben Remo Rickenbacher und Valerio Moser spezielle Workshops. Für die Kleineren präsentiert werden unter anderen die Neuerscheinungen "Mond aus" von Dana Grigorcea und Anna Luchs und "Immer dieser Gabriel" von Sunil Mann.

Da sie letztes Jahr so gut angekommen ist, wird die Familienmatinée vom Sonntagmorgen erneut durchgeführt. Und während der ganzen Dauer der Literaturtage versprechen die Veranstalter ein "Haus für Kinder" - mit Betreuung.

Das detaillierte Programm der 39. Solothurner Literaturtage wird am 25. April bekanntgegeben.