Brücken zum Buch

Verse, Fingerspiele und Kniereiter gehören zum bewährten Repertoire an Spielen für Kleinkinder; früher wurden sie in der Familie weitergegeben. Heute wecken Leseanimatorinnen spielerisch die Lust an den Wörtern – und an Büchern.

Bettina Kugler
Drucken
Teilen
Wörter wecken: Leseanimatoren erzählen frei, zeigen Bilderbücher oder Fingerspiele. (Bild: pd)

Wörter wecken: Leseanimatoren erzählen frei, zeigen Bilderbücher oder Fingerspiele. (Bild: pd)

«Anke stosse, Anke stosse, Bälleli mache, Bälleli mache...» – am Anfang ist die Lust an Wörtern körperbetont. Verse, Schnabelwetzer, Kniereiter: kleine Kinder können meist nicht genug davon bekommen, junge Eltern allerdings haben sie nicht mehr so selbstverständlich wie früher im Repertoire. Dabei sind sie Grundstein der kindlichen Sprachentwicklung und fördern die Lesefähigkeit lange vor dem ersten Schultag. Neben dem Projekt «Buchstart», das Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes in der Bibliothek vor Ort begrüsst und ein Buchgeschenk überreicht, bildet das Schweizer Institut für Kinder- und Jugendmedien in Zürich (SIKJM) auch Leseanimatoren aus. Sie geben Eltern Tips bei der Auswahl geeigneter Medien, beleben die Versli und Fingerspiele neu und machen Lust auf Geschichten. «Je mehr Kinder wir im Vorschulalter erreichen, desto grösser ist später die Chancengleichheit», sagt Barbara Jakob vom SIKJM.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 26. März.

Aktuelle Nachrichten