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Breakdancer Son Le aus St.Gallen: «Eine Bewegung gelingt nie perfekt»

Am Samstag findet im Flon in St.Gallen der 16. Breakdance-Battle statt. Der St.Galler Tanzlehrer Son Le erzählt von Handstandvarianten und Olympiaträumen.
Roger Berhalter
Breakdancer Son Le, 32, aus St.Gallen. (Bild: PD)

Breakdancer Son Le, 32, aus St.Gallen. (Bild: PD)

Der Club Flon in St.Gallen ist das Ostschweizer Zentrum des Breakdance. Der aus der Hip-Hop-Szene kommende Tanzstil hat dort seit über 20 Jahren seine Heimat. Neben wöchentlichen Trainings findet jedes Jahr auch ein grosser Battle statt: Ein spielerisches Gegeneinander-Antreten von einzelnen Tänzern oder Tanzgruppen. Son Le organisiert diese Abende, auch den 16. Breakdance-Battle vom Samstag.

Son Le, seit bald 20 Jahren machen Sie Breakdance, und noch immer trainieren Sie mehrmals pro Woche. Was fasziniert Sie daran?

Son Le: Man lernt nie aus, eine Bewegung gelingt nie perfekt. Ich entdecke immer wieder neue Varianten. Im Breakdance gibt es keine klaren Regeln wie zum Beispiel im Ballsport. Nur schon einen Handstand kann man auf verschiedene Arten machen: Auf zwei Händen, auf einer Hand oder sich vom Boden abstossend. Solche Herausforderungen beflügeln mich. Ich frage mich immer wieder: Ist das alles, was möglich ist, oder kann ich noch weitergehen?

Ist Breakdance eher Sport oder Kunst?

Es ist beides. Früher, als ich noch oft an Turnieren teilnahm, sah ich es eher als Tanzsport. Heute betrachte ich es als Kunstform. Das hat auch mit dem Alter zu tun. Heute, mit 32 Jahren, sind meine Tanzeinlagen kürzer, dafür besser im Takt, akrobatischer und eigenwilliger.

Heute reisen auch Tänzer aus Italien und Tschechien an. Haben Sie sie eingeladen?

Nein, sie haben in den Sozialen Medien vom Anlass erfahren und kommen aus eigenem Antrieb. Sie schätzen die familiäre Atmosphäre im Flon. Darüber hinaus bieten wir den Tänzern Verpflegung und eine Übernachtungsmöglichkeit. Es geht nicht ums Geld, sondern um die Leidenschaft.

Es gibt kein Preisgeld zu gewinnen?

Doch, der Sieger bekommt 500 Franken. Aber wenn dieser Betrag an eine achtköpfige Crew geht, bleibt dem Einzelnen nicht mehr viel.

Son Le. (Bild: PD)

Son Le. (Bild: PD)

Sie leiten seit 15 Jahren die Breakdance-Trainings im Flon. Was hat sich in dieser Zeit geändert?

Wir sind internationaler geworden. An den Trainings am Montagabend machen auch Deutsche, Tschechen und Koreaner mit, die als Austauschstudenten in der Stadt sind. In der Ostschweiz gibt es kein vergleichbares Angebot, man muss schon bis Zürich, Basel oder Genf fahren, um eine ähnlich lebendige Szene zu finden.

Dann geht es der St.Galler Breakdance-Szene also bestens?

Nein, sie ist in den vergangenen Jahren etwas geschrumpft. Viele Jugendliche kommen vor allem zum Plausch und wollen nicht gleich dreimal pro Woche trainieren. Es gibt aber nach wie vor guten Nachwuchs, inzwischen ist schon die dritte Generation aktiv. Und bald wird das Breakdance-Feuer sowieso wieder neu entfacht.

Wie meinen Sie das?

In fünf Jahren wird Breakdance olympisch! Es wäre schön, wenn es dann einer meiner Schüler an die Sommerspiele nach Paris schaffen würde. Mal schauen, bis dahin bleibt ja noch Zeit.

16. Breakdance-Battle im Flon: Samstag, 16 Uhr (bis-13-Jährige) und 19 Uhr (Haupt-Battle).

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