Bond, James Bond

Daniel Craig hat genug. Nach drei Bond-Filmen will der Brite nicht mehr im Auftrag ihrer Majestät unterwegs sein. Wer wird sein Nachfolger? Tagblatt Online wagt den Blick in die Kristallkugel.

René Rödiger
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Daniel Craig steht derzeit zum letzten Mal als James Bond vor der Kamera. (Bild: Keystone)

Daniel Craig steht derzeit zum letzten Mal als James Bond vor der Kamera. (Bild: Keystone)

James Bond begibt sich nicht nur in seinen Filmen in Gefahr. Auch die Darsteller leben gefährlich: Spielen sie die Rolle zu lange, dann werden sie in der Öffentlichkeit mehrheitlich als Bond wahrgenommen. Das hat auch Daniel Craig gemerkt und angekündigt, dass der nächste Bond-Film sein letzter sei.

In der Filmwelt gibt es wohl kaum eine heiklere Frage, als diejenige nach dem nächsten Bond-Darsteller. Und die Verpflichtung im Jahre 2006 von Daniel Craig machte die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil: Plötzlich durfte der berühmteste Agent auch blond sein.

Dunkelhaarig und mit Narbe
In den Büchern von Schöpfer Ian Flemming hat James Bond schwarze Haare und blau-graue Augen. Der Mitt-Dreissiger soll 1,83 Meter gross und 76 Kilogramm schwer sein. Sein schmales Gesicht mit den hohen Wangenknochen ist von einer Narbe auf der Wange verunstaltet. Von Vorteil wäre für die Bond-Filme natürlich ein Brite.

Die Narbe, die Haare und die Augenfarbe können im Film problemlos angepasst werden. Einen britischen Akzent sollte ein Schauspieler lernen können.

Jeremy Renner, bekannt aus «The Hurt Locker», ist zwar Amerikaner, hat aber den typischen Bond-Blick bereits im Repertoir. (Bild: Keystone)
14 Bilder
Alex Pettyfer («I Am Number Four») ist ausserhalb einer kleinen Fangemeinde noch ein unbeschriebenes Blatt. Für die Rolle als James Bond könnte das ein Vorteil sein. (Bild: Keystone)
Jason O'Mara. Der Irländer ist bisher hauptsächlich durch seine Rolle als Sam Tyler in «Life on Mars» bekannt. (Bild: Keystone)
Die Haare müssten geschnitten werden, der Bart rasiert. Ben Barnes («Dorian Gray») kommt dem Originalbild von Ian Flemming ziemlich nahe. (Bild: Keystone)
Doch noch einmal ein blonder Bond? Benedict Cumberbatch («Atonement») hätte Potential. (Bild: Keystone)
Charles Mesure («Desperate Housewives») ist zwar in England geboren, jedoch in Australien aufgewachsen. (Bild: Gage Skidmore)
Gleich zwei Anwärter auf einen Schlag: Die Briten Matthew Goode («Watchmen») und Nicholas Hoult («About A Boy»). (Bild: Keystone)
Eine garantiert umstrittene Wahl wäre James Franco («127 Hours»). (Bild: Keystone)
Jason Statham («Crank») hat bereits die nötige Coolness. Aber wohl etwas zu wenige Haare. (Bild: Keystone)
Jon Hamm («Mad Men») wäre wohl eine Traum-Wahl. (Bild: Matt Sayles (AP))
Das Image als britischer Gentleman hat er bereits: Wäre die Bond-Rolle für Jude Law («Sherlock Holmes») ein Rückschritt? (Bild: Keystone)
Matt Bomer («Chuck») wurde schon als Superman in Betracht gezogen. Da sollte auch Bond drin liegen. (Bild: Keystone)
Tom Hardy («Inception») stand sogar schon einmal mit Bond-Darsteller Daniel Craig vor der Kamera. Für den Film «Layer Cake». (Bild: Keystone)
Zachary Quinto («Heroes», «Star Trek») ist zwar kein Engländer, als James Bond könnte er trotzdem durchgehen. (Bild: Keystone)

Jeremy Renner, bekannt aus «The Hurt Locker», ist zwar Amerikaner, hat aber den typischen Bond-Blick bereits im Repertoir. (Bild: Keystone)



Frauenschwarm
Wer von Action und Briten spricht, kommt schnell einmal auf den Namen Jason Statham. Als Bond-Anwärter spricht gegen ihn, dass bei Statham nicht mehr von einem vollen Haarwuchs gesprochen werden kann. Auch wäre er schon etwas über der Altersgrenze. Für ihn spricht, dass er offensichtlich schöne Frauen anzieht: Vor seiner Beziehung mit dem Top-Model Rosie Huntington-Whiteley war er mit dem Model Kelly Brook liiert.

Mehr Gentleman-Appeal als Statham hat Jude Law. Ebenfalls Brite und ebenfalls immer an der Seite von schönen Frauen gäbe Law einen klassischen James Bond ab. Für den 38-Jährigen wäre die Rolle aber wahrscheinlich ein Rückschritt. Zu sehr hat sich Law als äusserst wandelbarer Schauspieler behauptet und würde sich kaum in ein so enges Rollen-Korsett zwängen lassen.

Sprungbrett in die obere Liga
Die Bond-Rolle könnte für eine grosse Schar von noch mehrheitlich unbekannten Schauspielern zum Sprungbrett in die Big-Budget-Filmwelt werden. So würden sich Alex Pettyfer, Tom Hardy, Benedict Cumberbatch oder Ben Barnes anbieten. Allesamt gelten sie als «heisse» Newcomer aus England.

Wer schlussendlich die Rolle bekommt, wissen womöglich noch nicht einmal die Produzenten.

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