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Blick zurück auf «City of Change»

ST.GALLEN. Die Petition für das Ausländerstimmrecht ist eingereicht: Schlusspunkt des einmonatigen Projekts «City of Change» von Milo Rau und dem Theater St.Gallen. Es ersetzte das vor Jahresfrist abgesagte Stück über den St.Galler Lehrermord. Was bleibt?
Peter Surber
Das «International Institut for Political Murder» von Milo Rau in St. Gallen ist nun wieder Geschichte. (Bild: pd)

Das «International Institut for Political Murder» von Milo Rau in St. Gallen ist nun wieder Geschichte. (Bild: pd)

1135 Unterschriften unter der Petition zur Einführung des Ausländerstimmrechts in St. Gallen: Das ist eine respektable Zahl. Letzten Freitag wurde sie eingereicht – Ernst oder Spiel?

Die Frage stellt sich am Ende von «City of Change», der einmonatigen «theatralen Ausstellung» von Milo Rau, dessen International Institut for Political Murder und dem Theater St. Gallen? Sie war der Ersatz für das Projekt über den St. Galler Lehrermord, welches das Theater nach heftigen Protesten vor einem Jahr abgesagt hatte. Vom «Lehrstück über Integration» blieb die Integrationsdebatte übrig: drei «Demokratiekonferenzen» in der Lokremise, eine fiktive Regierung («Government of Change»), TV-Sendungen im Privatfernseh-Stil, die Petition zur Änderung der Kantonsverfassung, das «grösste St. Galler Popprojekt»: eine Aufnahme des Songs «We Are The World» durch St. Galler Musikerinnen und Musiker, schliesslich später ein Film und ein Buch.

War das Kunst, war's Politik? Öffentliche Einmischung oder Schabernack? Was kann Kunst, was die Politik nicht kann? Was hat die selbsternannte Regierung zustande gebracht? Wir fragen nach dem Sinn und der Wirkung eines solchen «performativen Dokumentartheaters». Eine Antwort ist sicher: Kunst ist immer politisch. Und manchmal gelingt es ihr, jene Fragen zu stellen, die die Politik längst nicht mehr stellt.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 7. Juni.

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