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Anja Tobler und Tobias Graupner moderieren zum ersten Mal das St.Galler Klassik-Openair: «Bislang erkennt uns noch niemand auf der Strasse»

Anja Tobler und Tobias Graupner stehen am Theater St.Gallen oft in ernsten Rollen auf der Bühne - jetzt moderieren sie erstmals das Klassik-Openair vor der Tonhalle. Eine reizvolle Aufgabe, finden sie. Aber ein bisschen Lampenfieber kommt auch ins Spiel.
Bettina Kugler
Neue Gesichter für das Klassik-Openair: Tobias Graupner und Anja Tobler werden am Freitag Abend vor der St. Galler Tonhalle moderieren.Bild: Adriana Ortiz Cardoso

Neue Gesichter für das Klassik-Openair: Tobias Graupner und Anja Tobler werden am Freitag Abend vor der St. Galler Tonhalle moderieren.Bild: Adriana Ortiz Cardoso

Ihre Stimme dürfte Besuchern der St.Galler Festspiele schon vertraut im Ohr klingen – von der Lautsprecheransage. Anja Tobler ist es, Schauspielerin im Ensemble des Theaters St.Gallen, die da unsichtbar das Publikum auf der Freilichttribüne im Klosterhof begrüsst und die Abendbesetzung bekannt gibt. Jetzt werden die Scheinwerfer voll auf sie gerichtet sein, und zur Seite steht ihr ein Kollege, mit dem sie gut improvisieren kann: Tobias Graupner. Er spielt oft kleine Buben, aber auch böse Brüder wie Franz Moor.

Sie übernehmen von einem eingespielten Duo

Erstmals moderieren die beiden das Klassik-Openair auf der Tonhallewiese – die schon zur Tradition gewordene Saisoneröffnung des Sinfonieorchesters St.Gallen, zugleich eine niederschwellige, beschwingte Werbeshow für die Abos der neuen Spielzeit in Tonhalle und Theater. Und nein, sie waren letztes Jahr nicht neugierhalber schon einmal dort, um an ihren Vorgängern Diana Dengler und Marcus Schäfer Modell zu nehmen. Da wussten sie noch nichts von ihrem Glück. Was auch von Vorteil ist: So können sie frei und unbelastet ihre Rolle als Moderatoren-Duo finden.

Doch an diesem Nachmittag, die Spielzeit hat am Morgen offiziell begonnen, geht es erst einmal auf den Ensembleausflug, zu Fuss von Guggeien nach Steinach: Zeit, um anzukommen, mit Kollegen Ferienerlebnisse auszutauschen, die Neuen kennen zu lernen. Gut möglich, dass sie das eine oder andere Musikstück dabei im Ohr haben, das sie am Freitag vor der Tonhalle präsentieren werden. Sie wissen nicht nur viel über das Programm; sie haben sich auch eingehört. YouTube macht’s möglich.

Aufgewachsen mit Cello und Bruce Springsteen

Das Klassik-Openair ist zudem nicht gerade der Abend für Raritäten. «Das eine oder andere kannte sogar ich», sagt To-bias Graupner. Er lacht. «Dabei bin ich nicht mit klassischer Musik aufgewachsen. Bei meinem Vater kam eher Bruce Springsteen aus den Boxen.» Anja Tobler spielte Cello; eine ihrer Tanten ist Opernsängerin. «Diese Musik war in meiner Kindheit präsent, in letzter Zeit ist sie etwas in den Hintergrund gerückt», sagt sie. Besonders freut sie sich auf Dvořáks «Slawische Tänze». Tobias Graupner wird bei der «Irish Rhapsody» von Charles Villiers Stanford an die Ferientage in Irland denken.

«Wir sind als Schauspieler engagiert, und so verstehen wir auch unseren Auftritt», sagt Tobias Graupner; Anja Tobler verrät noch etwas mehr. Doch von den Einzelheiten und der Grundidee weiss an diesem Nachmittag noch nicht einmal Konzertdirektor Florian Scheiber, der die beiden für die Moderation angefragt hat. Die Zeit ist knapp; er wird wohl absegnen, was sie sich ausgedacht haben. So viel immerhin hat ihre Kollegin Diana Dengler ihnen zur Vorbereitung empfohlen: Es soll unterhaltsam und spritzig sein – so wie ein Grossteil der Musik.

Mit eigenem Text im Rampenlicht

«Vor Premieren bin ich eigentlich nie nervös», sagt Anja Tobler. Das sei nun anders. Da war kein Rollentext, kein Regisseur. Aber hilfsbereite, zu Beginn der Spielzeit entspannte Mitarbeiter in Kostüm und Requisite, bei denen sie am ersten Arbeitstag auf offene Ohren stiessen. Sie sehen die Moderation als Lernfeld – und als Chance. «Bisher hatte ich nicht das Gefühl, dass mich jemand erkennt, wenn ich durch die Stadt laufe», sagt Tobias Graupner. Das könnte sich ändern nach dem populären Anlass, draussen vor der Tonhalle.

Hinweis: Fr, 30.8., 20.15 Uhr, Tonhalle

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