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Einladung zu Konzerten:
Berliner Philharmoniker sind von Thurgauer Orchester begeistert

Mit so Anspruchsvollem wie Brahms’ Vierter Sinfonie reist das Jugendorchester Thurgau heute nach Neubrandenburg. Christoph Streuli, Geiger bei den Berliner Philharmonikern, spricht sehr anerkennend über die Arbeit der jungen Musiker.
Martin Preisser
Geiger Christoph Streuli. (Bild: PD)

Geiger Christoph Streuli. (Bild: PD)

Seit 1997 ist Christoph Streuli Geiger bei den Berliner Philharmonikern. Seine Jugend hat er in Amriswil verbracht. Studiert hat er bei der legendären Geigerin Aida Stucki, die auch Anne-Sophie Mutter unterrichtet hat. Streuli hat die CD in die Hände bekommen, auf der das Jugendorchester Thurgau unter ihrem Dirigenten Gabriel Estarellas Pascual Dvořáks neunte Sinfonie «Aus der Neuen Welt» eingespielt hat.

«Die Aufnahme ist beachtlich, klingt nicht nach einem Schülerorchester und kommt mit durchaus professionellem Anspruch daher.», lobt Streuli. Ein weiterer Berliner Philharmoniker, der auch eine Dirigentenkarriere verfolgt, ist der Kanadier Stanley Dodds. Der Geiger hat die CD ebenfalls gehört und die jungen Thurgauer jetzt nach Neubrandenburg eingeladen.

«Es ist cool Geige zu spielen»

Neben dem eigenen Programm (Brahms vierte Sinfonie und Beethovens «Egmont»-Ouvertüre) spannt das Jugendorchester Thurgau mit dem Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern zusammen, auch für Auszüge aus Saint-Saëns’ «Orgelsinfonie». Als Solist reist Marco Rodriguez mit, der erst 20-jährige Posaunist des Tonhalle Orchesters Zürich. Er spielt ein Posaunenkonzert von Ferdinand David.

Christoph Streuli freut sich, dass junge Menschen in seiner alten Heimat auf hohem Niveau sinfonisch musizieren. «Solch ein Jugendorchester kann andere junge Menschen motivieren und zeigen, dass es cool ist Geige, Cello oder ein anderes Instrument zu lernen.» Im Sport sei es viel klarer, dass Erfolg nur durch Beharrlichkeit kommt. Und einfach nur Spass sei auch in der Musik nicht der Weg zum Erfolg. «Junge Musiker müssen die Erfahrung machen, dass es auch anstrengend ist zu üben, aber erleben dann eben auch die Freude, die über das Erreichte entsteht.»

Mit Musik aus dem Elend

Streuli und seine Kollegen verabschiedeten sich in Berlin gerade erst von ihrem Dirigenten Simon Rattle, der nach London geht. «Rattle ist eine grosse charismatische Persönlichkeit», sagt Streuli, «ein sehr menschlicher Künstler, der nie Nein gesagt hat.» Rattle selbst steht für erfolgreiche Ideen in der musikalischen Jugendförderung, die viele andere Orchester zur Jugendarbeit angeregt haben.

Welch grossartige Leistungen junge Menschen erreichen können, zeigt auch der berühmte Dirigent Gustavo Dudamel aus Venezuela. Hier geben junge Menschen alles, weil Musik ihr einziger Weg aus dem Elend ist. Umso schlimmer, dass solche Projekte von den aktuellen Machthabern dort gerade mit Füssen getreten werden.

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