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Beinahe 17 Minuten Einfallskraft

Joshua Redman & Brad Mehldau: Nearness, Nonesuch
Tom Gsteiger
Bild: Tom Gsteiger

Bild: Tom Gsteiger

Joshua Redman & Brad Mehldau:

Nearness, Nonesuch

Um als wahrer Jazz-Improvisator zu gelten, muss man sich nicht nur gehen lassen können, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren: Man muss auch in Nullkommanichts auf Impulse der Mitmusiker reagieren können. Wahre Jazz-Improvisatoren scheinen über die magische Kraft der Telepathie zu verfügen. Vor fünf Jahren lösten Saxophonist Joshua Redman und Pianist Brad Mehldau mit ihrem telepathischen Duo-Jazz in halb Europa Begeisterungsstürme aus – nun haben sie für eine atemberaubende Live-CD ein halbes Dutzend Stücke ausgewählt. Bei der Hälfte handelt es sich um Eigenkompositionen, bei denen Einflüsse aus Pop respektive Klassik herauszuhören sind. Dazu kommen Evergreens aus dem Standards-Repertoire des Jazz. Dass es einem bei der beinahe 17minütigen Version der Ballade «The Nearness of You» in keinem Moment langweilig wird, zeugt von der meisterhaften Musikalität und imposanten Einfallskraft dieses kongenialen Duos.

Charles Lloyd & the Marvels:

I Long to See You», Blue Note

Gut 16 Minuten hypnotischer Sog

Für sein neues Album hat sich der Jazz-Schamane Charles Lloyd (Tenorsax, Altflöte) mit zwei bewährten telepathischen Tandems zusammengetan. Reuben Rogers (Bass) und Eric Harland (Schlagzeug) haben auf früheren Aufnahmen Lloyds bewiesen, dass sie mit jedem Tempo und jedem Groove kreativ umzugehen verstehen. Die Gitarristen Bill Frisell und Greg Leisz lassen ihre Ideen derart mühelos und folgerichtig ineinanderfliessen, dass man das Gefühl hat, hier sei ein einziger Super-Gitarrist mit vier Händen am Werk. Als Zückerchen für Promi-Jäger gibt es Gesangseinlagen von Willie Nelson und Norah Jones. Das Album beginnt stark (mit einer Version von Bob Dylans «Masters of War») und endet sackstark mit einem gut 16minütigen Groove-Jam, der einen absolut hypnotischen Sog entfaltet.

Bild: Tom Gsteiger

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