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LSO-Familienkonzert: Beim «Danse Macabre» fängt ein Vierjähriger zu dirigieren an

Das Luzerner Sinfonieorchester begeisterte mit seinem Familienkonzert Klein und Gross. Die Musik und die Moderationen von Kurt Aeschbacher hielten auch ganz kleine Kinder über siebzig Minuten lang in Bann.
Gerda Neunhoeffer
Solistin Lara Boschkor. (Bild: PD)

Solistin Lara Boschkor. (Bild: PD)

Quirlig geht es zu im Foyer des KKL gestern Vormittag: Es ist Familienkonzert, und die vielen Kinder bieten ein buntbewegtes Bild. Im Saal ist die Spannung spürbar, es wird geflüstert, gelacht, noch schnell Mama oder Papa auf den Schoss gerutscht.

Dann betritt das Orchester die Bühne, Moderator Kurt Aeschbacher kommt mit Kindern dazu. Sechs von dreissig Patenkindern, die in dieser Saison mit Musikern des Luzerner Sinfonieorchesters vieles hautnah miterleben dürfen, stellen sich kurz vor. Auf die Frage, was es nun noch braucht, kommt die Antwort: «Stimmen!»

Plakate geben Hinweise auf das, was kommt

Prompt wird gestimmt, und der junge Dirigent Patrick Hahn hebt den Taktstock. Zu jazzigen Klängen wird das liebevoll gebastelte Glücksrad jeweils von den Patenkindern gedreht: Es gibt mit einem Plakat Hinweise auf das, was kommt. So erklingt zum Indianerbild passend «Les Indes galantes» von Rameau, und die Kinder lauschen aufmerksam.

Auch als Aeschbacher sie auffordert, beim Rondo aus Mozarts Violinkonzert A-Dur KV 219 mit den Händen mit zu «tanzen», hören die meisten Kinder lieber nur zu. Das zarte Geigenspiel von Lara Boschkor verzaubert, zusammen mit dem ausgezeichnet begleitenden Orchester, Gross und Klein. Als man bei der «Sarabande» von Händel mitsingen darf, wird auch das eher leise versucht. Aber dass Aeschbacher dazu eine Barockperücke trägt, gefällt.

Dann erscheint ein Säbel auf dem Glücksradplakat, das kann wohl nur den berühmten «Säbeltanz» von Katchaturian bedeuten. Obwohl die Schlagzeuger angespornt werden: «Muskeln parat», kommen nur ganz langsame Klänge, wie in Zeitlupe. Als der Dirigent ermahnt wird, geht es aber richtig los, das Orchester spielt fantastisch auf und gerät fast ausser Rand und Band, als zwei Kontrabassisten mit den Bögen kämpfen. Dabei bleibt das Spiel bei allem Spass exzellent.

Zu Camille Saint-Saëns’ «Danse macabre» fängt ein vierjähriger Junge auf dem ersten Balkon zu dirigieren an, hingerissen scheint er ganz in der Musik versunken. Die meisten Kinder bleiben sogar beim superschnellen «Hummelflug» von Rimski-Korsakow aufmerksam sitzen. Als er wiederholt wird, gibt es lautes Lachen: Plötzlich tanzt eine dicke Hummel auf der Orgelempore. Das Luzerner Sinfonieorchester spielt dieses unglaublich virtuose Stück mit Vergnügen und präziser Leichtigkeit. Und nach Leonard Bernsteins rhythmisch mitreissendem «On the Town» und nochmals Mozart als Zugabe geht man beschwingt nach Hause.

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