Bei Übersetzungen gehen Nuancen verloren

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Lucile Davier von der Fakultät für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Genf hat sich mehr als 1100 auf Französisch geschriebene Agenturmeldungen der Nachrichtenagentur SDA und der Agence France-Presse (AFP) angesehen und untersucht, wie diese ins Deutsche oder Englische übersetzt wurden. Ihre Erkenntnis: Beim Übersetzen besteht die Tendenz, Informationen zu verallgemeinern. Dadurch gehen Nuancen verloren. Dabei versuchten die meisten Journalisten, wörtliche Übersetzungen zu vermeiden und stattdessen die Meldungen mit Blick auf das eigene Lesepublikum und dessen kulturelles Umfeld zu schreiben. Wortwörtlich muss nicht immer verständlich heissen. (as)