Bei Molière besiegt das Geld die Geldgier

FRAUENFELD. Die erste Vorstellung dieses Jahres beim Theaterverein Frauenfeld bestreitet die Münchner Tournée mit Molières «Der Geizige» («L'Avare», 1668), der Karikatur eines zu Reichtum gekommenen Bürgers, der geizig und engstirnig bleibt.

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FRAUENFELD. Die erste Vorstellung dieses Jahres beim Theaterverein Frauenfeld bestreitet die Münchner Tournée mit Molières «Der Geizige» («L'Avare», 1668), der Karikatur eines zu Reichtum gekommenen Bürgers, der geizig und engstirnig bleibt.

Harpagon will seine Tochter mit einem älteren Witwer verheiraten und seinen Sohn mit einer hässlichen Witwe. Doch Elise liebt Valère, der in Harpagons Dienste getreten ist, damit er immer um Elise sein kann; Cléante will Mariane heiraten – die sich sein Vater als künftige Ehefrau ausersehen hat.

Den Stoff für seine locker gebaute Prosakomödie hat Molière beim «Goldtopf» des römischen Dichters Plautus abgeschaut. Trotz Verwirrungen, Verwechslungen und Missverständnissen zuhauf will Molière, dass sich der geizige Hapargon mehr und mehr selbst enthüllt. Diese einzige, aber einzigartige Glanzrolle im 1668 in Paris uraufgeführten Stück hat Molière gespielt. Die Moral von der Geschicht: Der Geldgier ist allein das Geld gewachsen – bei aller Heiterkeit ein pessimistischer Befund. (dl)

Do, 8.1., 20 Uhr, Casino; Einführung 19 Uhr, Hotel Blumenstein