Wechsel an der Spitze
Tobias Brenk wird neuer Künstlerischer Leiter der Kaserne Basel

Tobias Brenk übernimmt ab der Spielzeit 2023/2024 die künstlerische Leitung der Kaserne Basel. Er ersetzt Sandro Lunin, der per Ende Juni 2023 pensioniert wird.

Mélanie Honegger
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Tobias Brenk, designierter Leiter der Kaserne Basel.

Tobias Brenk, designierter Leiter der Kaserne Basel.

Roland Schmid

Die Kaserne Basel erhält ab der Spielzeit 2023/2024 eine neue Leitung. Wie die Kulturinstitution am Mittwochvormittag mitteilte, wird Tobias Brenk die Nachfolge von Sandro Lunin übernehmen. Er arbeitet derzeit als «Spezialist Globale Kontakte und Initiativen» bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Brenk (*1980) ist in Aachen aufgewachsen und studierte angewandte Theaterwissenschaft in Giessen. Als Dramaturg war er von 2008 bis 2018 für das Theater- und Tanzprogramm in der Kaserne Basel verantwortlich sowie für das biennal stattfindende Theaterfestival Basel, dessen Künstlerische Leitung er interimistisch für die 4. Festivalausgabe im Jahr 2018 übernahm.

Der Vorstand der Kaserne Basel zeigt sich in seiner Mitteilung erfreut über die Wahl der Findungskommission. Man habe eine «vielseitige und kompetente Persönlichkeit» gefunden. «Seine hervorragende internationale Vernetzung, seine regionale Verankerung und Akzeptanz in der Theater- und Tanzszene, seine Visionen für das Haus und seine fundierten Kenntnisse der Förderlandschaft haben den Vorstand überzeugt.» Mit Brenk an der Spitze könne sich die Kaserne Basel als Ort der Gastfreundschaft und des experimentellen, künstlerischen Schaffens weiterentwickeln.

«Kaserne wird ein Ort der Debatte sein»

Der neue Leiter möchte die Kaserne Basel gemäss der Mitteilung gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Kunstschaffenden noch stärker als Ort der Teilhabe positionieren. Neu sollen pro Saison ausgewählte Kunstschaffende die Ressourcen der Kaserne unabhängig von einem spezifischen Projektvorhaben nutzen können. Ferner beabsichtigt Brenk, internationalen und Westschweizer Kulturschaffenden drei ständige Residenzräume zur Verfügung zu stellen.

«Die Kaserne wird ein Ort der Debatte, der Teilhabe und Gastfreundschaft für die Stadt und ihre Gäste sein», wird Brenk in der Mitteilung zitiert. Er freue sich, als Künstlerischer Leiter an die Kaserne zurückkehren zu dürfen.