Bärfuss kritisiert Buchpreis

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Literatur Der Schriftsteller Lukas Bärfuss, 2014 Preisträger des Schweizer Buchpreises, erhebt in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» schwere Vorwürfe gegen ebendiesen Preis. Er fordert gar, der Buchpreis gehöre ­abgeschafft. Der Grund: Bärfuss sieht die Unabhängigkeit der Jurymitglieder durch das Mitwirken von Interessenvertretern der Verlage bedroht. Die Jury könne so nicht unabhängig entscheiden, wenn Vertreter der Verlage der besprochenen Bücher mithören. Kritisiert wird von Bärfuss auch der Vorabend der Preisverleihung in Basel. SRF-Literaturmoderatorin Nicola Steiner habe dem Kritiker Martin Ebel eine Bühne gegeben, um den Schriftsteller Urs Faes zu attackieren.

Der Veranstalter des Schweizer Buchpreises, der Schweizerische Buchhändler- und Verlegerverband (SBVV) und der Verein Literatur Basel haben nun dazu Stellung bezogen. Die Moderatorin Nicole Steiner habe sich nach der Feier bei Faes sowie in Interviews entschuldigt. Alle anderen Vorwürfe seien falsch. «Es ist ­völlig abwegig, dem Verlegerverband Druckversuche zu unterstellen.» (phb)