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AUSSTELLUNG: Träume unter dem Himmel

Der frühere PR-Filmer Artur de Sousa aus Lichtensteig hat in der Malerei seine Berufung gefunden. Seine opulenten Bilder sind derzeit im Kunstverein Frauenfeld zu sehen.
Dieter Langhart
Artur de Sousa im Kunstverein Frauenfeld. (Bild: Dieter Langhart)

Artur de Sousa im Kunstverein Frauenfeld. (Bild: Dieter Langhart)

Artur de Sousa malt auf Teufel kommt raus, Leinwand um Leinwand. Und wenn er seine Bilder zeigt und redet, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Der Kunstverein ist bei seiner Galeristin Mirjam Hadorn auf ihn aufmerksam geworden und seine grossformatigen Bilder. «Ich will, dass sie gesehen werden», sagt de Sousa, den 2012 die Liebe ins Toggenburg geführt hat. Seine Bilder stellen den Kontakt zu den Betrachtern her – und wenn er die Eindrücke des Betrachters mit seiner eigenen Motivation vergleicht, freut ihn dies.

«Wenn ich male, übernimmt das entstehende Bild die Führung», sagt er auf Englisch, weil er seinem Deutsch zu wenig traut. «Ich beginne zu malen, schaue es an, dann kommen mir weitere Ideen.» Er zieht grosse Formate vor, beginnt mit dem Hintergrund: schwarz, türkis, zinnober, abhängig von seiner momentanen Stimmung, aber dieser Grundton bedeckt nicht die ganze Leinwand. Dann setzt der Maler Figuren, Tiere, abstrahierte Bewegung hinzu und lässt sich treiben, als drehe er einen Film.

Wie Bilder aus einem ­opernhaften Traum

Jeder der Räume im Berner Haus hat eine andere Stimmung und ruht in sich. Im hintersten etwa hängen Gruppen von jungen Personen einsamen älteren Menschen gegenüber. Wie gemalte Filmstills, wie Erinnerungen aus einem opernhaften Traum wirken Artur de Sousas Bilder: Jedes erzählt eine Geschichte und ist doch nie allein mit ihr. Das macht sie weitaus realer als Bilder aus den sozialen Medien.

«Ich will, dass jedes Bild zu einem Teil meines Lebens wird», sagt Artur de Sousa.

Dieter Langhart

dieter.langhart@tagblatt.ch

Hinweis

Artur de Sousa: Unter dem ­Himmel, Kunstverein Frauenfeld, Berner Haus; bis 13.5.

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