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AUSSTELLUNG: Farbstarke Traumzustände

Das Centre Dürrenmatt in Neuenburg stellt seit gestern Bilder von Ruth Dürrenmatt in den Zusammenhang mit Werken ihres Vaters.
Bild von Ruth Dürrenmatt in der neuen Ausstellung: Urmensch, 2008. Aquarell auf Papier. (Bild: PD)

Bild von Ruth Dürrenmatt in der neuen Ausstellung: Urmensch, 2008. Aquarell auf Papier. (Bild: PD)

Ruth Dürrenmatts Bilder kommen von da, wo sie jetzt hängen: Aus einer Kindheit am Neuenburger Waldrand, umgeben von Natur und bevölkert von einem Vater, von dem man nicht wusste, ob er «Dämon oder Gott» war, wenn er mit sich sprach und Welten entwarf, die er dann auf Papier oder, wenn das nicht gelang, auf die Leinwand brachte.

So erzählt es die 1951 geborene Tochter von Lotti und Friedrich Dürrenmatt, die nun im Centre Dürrenmatt, im Elternhaus also, unter dem Motto «Wie der Vater, so die Tochter?» als bildende Künstlerin vorgestellt wird. Das Publikum soll freilich selbst nach Ähnlichkeiten und Unterschieden im bildnerischen Werk von Friedrich und Ruth Dürrenmatt suchen.

In verschiedenen Kunstformen zu Hause

Zu sehen sind Radierungen, Aquarelle, Zeichnungen und Stickereien. Träume und eben Natur seien ihre beiden grossen Themen, sagt Ruth Dürrenmatt. Auf eine einzelne Kunstform will sich die ausgebildete Sängerin nicht festlegen: «Wort, Klang und Farbe sind gleichwertig», alle seien geeignet, dem «Innenleben» Ausdruck zu verleihen.

Das lässt sich zumindest anhand der Stickereien nachvollziehen, in denen Dürrenmatt Landschaften mit Fabelwesen und farbstarke Traumzustände entwirft. Sie skizziere die Bilder nur knapp, das Wesentliche geschehe beim Machen: Sticken sei «malen mit der Nadel». Im einzelnen, scheinbar unbedeutenden Faden sieht sie eine Metapher für den Menschen, der nur «im Ganzen, mit andern» zu etwas Grösserem, einem Bild werde.

Eine groteske «Bildergeschichte»

Eine ganze «Bildergeschichte» haben die Dürrenmatt-Kinder zusammen mit ihrem Vater 1956 in den verregneten Familienferien in Südfrankreich entworfen. Ihr ist ein eigener Ausstellungsteil gewidmet. Die Kinder Peter, Barbara und Ruth dachten sich eine Handlung aus, Vater Friedrich malte sie: Eine versponnene «tour du monde» mit Riesenschlangen, Flugzeugabstürzen und Unterwasserwelten, die Ruth Dürrenmatt nachträglich verschriftlicht hat. Diese Erläuterungen geben Einblick in das Familienleben der Dürrenmatts. (sda)

Bis 22. 4., bundesmuseum.ch

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