Ausserrhoder Kulturpreis für Helen Meier

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Literatur Die in Trogen AR lebende Schriftstellerin Helen Meier erhält den Kulturpreis 2017 des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Die 88-jährige Autorin wird damit für ihr «aussergewöhnlich reiches literarisches Werk» gewürdigt. Der mit 25000 Franken dotierte Preis wird seit 2008 alle zwei bis drei Jahre für herausragende künstlerische Leistungen vergeben, wie die Ausserrhoder Kantonskanzlei am Freitag mitteilte. Helen Meier ist die fünfte Trägerin. Die Preisübergabe findet am 24. Mai an einer öffentlichen Feier in Trogen statt.

Helen Meier arbeitete viele Jahre als Sonderschullehrerin. Vergleichsweise spät trat sie 1984 mit ihrem ersten Buch «Trockenwiese» an die Öffentlichkeit. Zusammen mit ihrem Auftritt am Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt machte dies die Schriftstellerin bekannt. Seither entstand ein umfangreiches erzählerisches Werk. Dazu gehören Romane und zahlreiche Erzählbände sowie die dokumentarisch gefärbte, eng mit Trogen verbundene Erzählung «Adieu, Herr Landammann» (2001). Zuletzt erschienen 2015 unter dem Titel «Die Agonie des Schmetterlings» frühe Prosaarbeiten.

Im Herbst 2017 wird das mit einer Biografie der Autorin versehene Lesebuch «Übung im Torkeln entlang des Falls» von Charles Linsmayer erscheinen. Damit werden wichtige Werke der Schriftstellerin wieder erhältlich. Helen Meier schrieb auch Theaterstücke. «Die ge­gessene Rose» wurde 1996 am Theater St. Gallen uraufgeführt. (red)