Ausserrhoden gründet das Literaturland

SPEICHER. Die gezielte Literaturförderung ist einer von sieben Schwerpunkten der Ausserrhoder Kulturförderung. Der Literatur war am Mittwochabend auch die jährliche «Kulturbegegnung» im Buchensaal in Speicher gewidmet.

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SPEICHER. Die gezielte Literaturförderung ist einer von sieben Schwerpunkten der Ausserrhoder Kulturförderung. Der Literatur war am Mittwochabend auch die jährliche «Kulturbegegnung» im Buchensaal in Speicher gewidmet. Dabei begnügten sich das Amt für Kultur und die Ausserrhodische Kulturstiftung nicht auf schöne Lesungen – die gab es auch. Vielmehr wurden drei konkrete Projekte vorgestellt: Eine Onlineplattform, ein Schreibwettbewerb und eine Anthologie.

Schreibwettbewerb ab 18 Jahren

Die Autorin Monika Slamanig stellte die Homepage Literaturland.ch sowie den Literaturwettbewerb vor, dem sie als Projektleiterin vorsteht. Die Internetplattform soll «ein Ort für bestehende und entstehende Appenzeller Literatur, für literarische Überraschungen, den Austausch, das Lesen und Schreiben» werden.

Auf der Seite finden sich aktuell auch alle Informationen zum neuen Schreibwettbewerb. Er ist für junge Talente ab 18 Jahren mit Bezug zum Kanton Appenzell Ausserrhoden gedacht. «Aussicht» im weitesten Sinne ist das vorgegebene Thema für Texte aller Gattungen. Es gibt einen Publikums- und einen Jurypreis, wobei die Jury mit Nora Gomringer, Karin Sutter-Zurfluh, Erica Engeler und Adrian Riklin namhaft besetzt ist.

Vielfalt an Appenzeller Literatur

Vorgesehen wäre, dass die preisgekrönten Texte auch in der Appenzeller Anthologie erscheinen, an der ein Projektteam derzeit intensiv arbeitet. Das Buch- und Onlineprojekt wird Texte von bekannten und unbekannten Autorinnen und Autoren versammeln, die seit rund 1900 über Appenzellisches geschrieben haben. Rund 150 Autorinnen und Autoren und eine «ungeheure Vielfalt» an Texten hat die Projektgruppe gesammelt und gesichtet. Während auf literaturland.ch alle Texte (mit entsprechendem Urheberrecht) aufgerufen werden könnten, bleibt für das Buch aber die Qual der Wahl. Erscheinen soll die Anthologie im Herbst 2016. (as)