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Das Theater an der Grenze feiert die erste Jahrhunderthälfte

Das Kreuzlinger Theater an der Grenze feiert seine ersten fünfzig Jahre an drei Tagen. Für Jung und Alt sorgt auch die neue Spielzeit mit feiner, handverlesener Kleinkunst.
Dieter Langhart
Aus dem Buch «50 Jahre Theater an der Grenze». (Bild: PD)
Fritz Brechbühl, Birgit Auwärter, Lukas Huggenberg. (Bild: DL)
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Auf in die zweite Jahrhunderthälfte

«Grosse Kunst auf kleiner Bühne», diesen Slogan schreibt sich das Theater an der Grenze in Kreuzlingen auf die Fahne. Nach einem halben Jahrhundert sei es Zeit, eine Marke zu schaffen, sagt mit einem leichten Augenzwinkern Fritz Brechbühl, Präsident des Trägervereins. Dabei braucht sich das längst etablierte Kleintheater nicht zu verstecken, auch wenn es in einem Seitenhof der verkehrsberuhigten Hauptstrasse steht. All seine Energie stamme von den Menschen, die es tragen, sagt Brechbühl.

Eine stabile 70-Prozent-Auslastung war es in der vergangenen Spielzeit, und die Mitgliederzahl nehme stetig zu, bei Firmen (eine willkommene Form der Unterstützung) und bei den Theaterliebhabern.

Ein Jubiläumsbuch macht Theatergeschichte lebendig

Die Theaterfans seien vor Jahren in Scharen in die Vorstellungen geströmt, nachdem Gründer Norman Elrod dem Politiker Thomas Onken mitgeteilt hatte, das Theater müsse geschlossen werden. Der Psychiater Elrod hatte mit wechselnden Patienten drei Jahre ein Ensembletheater betrieben, das sogar in der Kellerbühne St. Gallen auftrat. Die Theaterfans bauten eine Scheune in Fronarbeit um und spendeten für bequemere Stühle. Fritz Brechbühl und Lukas Huggenberg haben im Vereinsarchiv gegraben und werden ein reich illustriertes Jubiläumsbuch auflegen.

Die Programmleiter Birgit Auwärter und Simon Hungerbühler haben für jedes Alter, jeden Geschmack etwas parat: Bei den Sondervorstellungen für geladene Gäste und Vereinsmitglieder (samt einem Kontingent Karten für den freien Verkauf): Joachim Rittmeyer (14.9.), Schwester Cordula (15.9.) und Rahel Wohlgensinger/Simon Engeli für den Publikumsnachwuchs (16.9.). «Wir wollen an den Jubiläumstagen nicht Geld verdienen, sondern den Besuchern etwas geben», sagt Brechbühl.

Die Spielzeit beginnt mit Spoken Word und E-Gitarre von Ralf Schlatter und Michael Wernli über ein anspruchsvolles Thema: Was tun, wenn jemand nur noch wenige Monate zu leben hat? Dies nicht im Stammhaus, sondern im Kult-X. «Wir wollen uns da etablieren», sagt Fritz Brechbühl, auch wenn das Theater an der Grenze «noch keinen konkreten Umzug» ins neue Kreuzlinger Kulturzentrum geplant habe. Verständlich, denn es hängt an seinem Haus mit der unvergleichlichen Atmosphäre und Betreuung, die bei den Besuchern und den Künstlern geschätzt werden.

Vom Sterben und vom ­jungen Nachwuchs

Birgit Auwärter freut sich besonders über den Besuch von Heinz de Specht am 5. und 6. Oktober. Altbekannte Musikkabarettisten, die erneut mit einem Try-out nach Kreuzlingen kommen – Vorpremieren für ihre Abschiedstournee namens «Tribute to Heinz de Specht». Birgit Auwärter freut sich ebenso auf den Spielzeitstart am 29. September, auf Blözinger, das preisgekrönte Duo aus Österreich, das auch das Alter umtreibt, also der Sinn des Lebens, denn auch der Tod sage immer «bis morgen». Auf die Vereins-GV am 3.11. folgt erneut Musik: Zigeunermusik mit Musique Simili. «Leider kann man in unserem Theater nicht dazu tanzen», sagt Birgit Auwärter.

Im Theater an der Grenze ist regelmässig Kabarett in Kreuzlingen zu Gast, heuer mit Tina Teubner (25.10.) und Sebastian Krämer (15.11.). Und Kindervorstellungen haben ihren festen Platz. Neben «Gut gebrüllt, Löwe!» mit Wohlgensinger und Engeli lockt das Schweizer Theater Gustavs Schwestern mit einem Hühnermärchen in Mundart – just an einem Mittwochnachmittag.

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