Auch Roboter sind nur Menschen

FRAUENFELD. Kennen Sie Ridley Scotts Film «Blade Runner»? Vergessen Sie ihn, das ihm zugrunde liegende Buch «Träumen Androiden von elektrischen Schafen?» ist weit besser. Sagt Fabian Alder, Theaterregisseur aus dem Thurgau. Er hat Philip K.

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Giuseppe Spina, A.-K. Müller. (Bild: Dieter Langhart)

Giuseppe Spina, A.-K. Müller. (Bild: Dieter Langhart)

FRAUENFELD. Kennen Sie Ridley Scotts Film «Blade Runner»? Vergessen Sie ihn, das ihm zugrunde liegende Buch «Träumen Androiden von elektrischen Schafen?» ist weit besser. Sagt Fabian Alder, Theaterregisseur aus dem Thurgau. Er hat Philip K. Dicks Vorlage zu einer Bühnenfassung umgeschrieben und etwas Neues daraus gemacht, das kaum an Science Fiction erinnert. «Ein befremdlicher Roman ist das, mit Liebesszenen zwischen Androiden und Menschen und einer Temperatur von minus 15 Grad», sagt Alder während der Proben.

«Lauter verlorene Seelen»

«Mich hat interessiert, was darunter liegt.» Ihm geht es nicht um Maschinen und Action in einer Mars-Kolonie, sondern um die Figuren, «lauter verlorene Seelen», die er versinnlichen will. Anna-Katharina Müller, Christoph Rath und Giuseppe Spina verkörpern sie, agieren in grauen Overalls aus einem Army Shop. «Ich wechsle zwischen acht Rollen», sagt Anna-Katharina Müller, «das gibt mir einen Energieschub.» Die drei Spieler üben im engen Dialog mit dem Regisseur. In einer Woche ist Premiere in der Theaterwerkstatt Gleis 5. Später ist das Stück auch im Theater Winkelwiese in Zürich zu sehen: «Blade Runner» ist die erste Co-Produktion der beiden Häuser. (dl)

Do–Sa, 9.–11.6., Theaterwerkstatt

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