ASTRONOMIE: Sternschnuppentag

Die Museen in der Kartause Ittingen laden wie jedes Jahr zum Blick in den Nachthimmel ein. Heuer erzählt ein Astrophysiker zudem von den Geheimnissen des Universums.

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Seit der Mensch ist, fasziniert ihn das Licht der Sterne, das Weltall ist unendliche Projektionsfläche für Träume und Visionen. Kommenden Samstag führt der Astrophysiker Ewgeni Obreschkow in der Kartause Ittingen in die Geheimnisse der Erforschung des Alls ein und deckt auf, was sich alles aus den glitzernden Lichtpunkten lesen lässt. Der Vortrag «Zauber der Sterne» ist Höhepunkt des jährlichen Sternguckerabends, der von Olaf Nicolai mit seinem Werk «The Tears of St. Lawrence» initiiert wurde.

Lange Zeit versuchten die Menschen, das Licht der Sterne zu deuten, ihnen negative oder positive Kräfte zuzuschreiben. Erst seit rund 400 Jahren wurde die Sternenwelt rational und ­systematisch bestimmt, und im 20. Jahrhundert erlebte die Astronomie als Wissenschaft einen ungeahnten Aufschwung. Der Astrophysiker Ewgeni Obreschkow zeigt auf, zu welch überwältigendem Weltbild diese Erkenntnisse geführt haben.

Sterne werden geboren, Sterne verglühen wieder

Das Universum scheint es sehr gemächlich zu nehmen. Erst wer im Zeitraffer in Jahrmillionen eintaucht, erkennt ein Universum voller Turbulenzen und Spektakel.

Nicolais Kunstwerk «The Tears of St. Lawrence» fordert auf, am Tag des Maximums des Sternschnuppenschauers der Persiden in den Himmel zu schauen. Das Kunstmuseum Thurgau ist jedes Jahr an diesem Tag ab 18 Uhr gratis offen. Um 19.30 Uhr können sich Besucher mit Museumsdirektor Markus Landert auf die Suche nach Sternen in der Kunst begeben. Höhepunkt des Abends ist um 21 Uhr Ewgeni Obreschkows Vortrag, bevor um 22 Uhr Zilla Leuteneggers Licht- und Klanginstallation «Piano, piano» im kleinen Kreuzgarten den Mond aufgehen lässt. Nach Einbruch der Dunkelheit lässt sich im grossen Kreuzgarten ungestört in den Himmel schauen und auf die fallenden Sternschnuppen warten. Dazu wird eine fruchtige Bowle gereicht. (red)

Sa, 12.8. kunstmuseum.ch