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Neue Asienausstellung in St.Gallen: Menschen und Götter spielen das Spiel des Schicksals

Nach 25 Jahren präsentiert das Historische und Völkerkundemuseum seine Asien­sammlung neu. Kultur als Spiel ist die Idee – von Buddha bis Game Boy.
Hansruedi Kugler
Flötenspielender Krishna (Indien, Andhra Pradesh, 19. oder frühes 20. Jahrhundert).Flötenspielender Krishna (Indien, Andhra Pradesh, 19. oder frühes 20. Jahrhundert).
Geistermaske der Rangda (Indonesien, Bali, frühes 20. Jahrhundert). (Bild: Bilder: Michel Canonica)Geistermaske der Rangda (Indonesien, Bali, frühes 20. Jahrhundert). (Bild: Bilder: Michel Canonica)
Bootsmodell Sampan, Batak-Holz (Sumatra, vor 1911).Bootsmodell Sampan, Batak-Holz (Sumatra, vor 1911).
Holzskulptur des siebten Dalai Lama (Nordchina, Mitte 18. Jahrhundert).Holzskulptur des siebten Dalai Lama (Nordchina, Mitte 18. Jahrhundert).
Sumoringer aus Elfenbein (Japan, bemalt, spätes 19. Jahrhundert).Sumoringer aus Elfenbein (Japan, bemalt, spätes 19. Jahrhundert).
5 Bilder

Asien – aufgefrischt und spielerisch

Die Ausstellung beleuchtet die kulturelle Vielfalt der Spiele aus den verschiedenen Regionen und Zeiten, aber auch die Verschiedenartigkeit des Spiels in allen Bereichen der Kultur. Der Aufbau der Ausstellung folge keiner historischen oder geografischen Einteilung, schreibt das Museum dazu. Die Exponate werden themenübergreifend angeordnet. Mit Unterthemen wie «Menschen. Spiel der Begegnung» oder «Götter. Spiel der Transzendenz» werde auf die komplexe kulturelle Verwebung der verschiedenen Museumsobjekte aus ganz Asien hingewiesen. Ebenso wird eine Reihe von ­asiatischen Spielen vorgestellt, die man direkt in der Ausstellung kennenlernen und ausprobieren kann.

Indische Götter, Schattenspiel aus Indonesien, Mahjong aus China

Das Zentrum der Ausstellung bildet ein über drei Meter hoher künstlicher Baum, der aus einer Museumsvitrine zu wachsen scheint. Wunschbäume sind überall auf der Welt weit verbreitet – insbesondere aber in Asien. Je nach Brauch werden sie mit Wünschen auf Papierstreifen, Tüchern oder Ähnlichem behängt. In vielen Kulturen Asiens wird dieses Ritual an Neujahr zelebriert. beispielsweise in Hongkong. Der St. Galler Wunschbaum wird ebenfalls unter dem Aspekt «Wünsche – Spiel des Schicksals» präsentiert und bietet den Besuchern die Möglichkeit, an seinen Ästen einen individuellen Wunsch anzubringen.

Die Asiatika zählen nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den umfangreichsten Objektgruppen des Historischen und Völkerkundemuseums St. Gallen. Nach 25 Jahren präsentiert das Museum seine Asien­sammlung neu. Das Museum lädt dazu ein, die Vielfalt und Vielschichtigkeit der asiatischen Kulturen zu erleben: seien es Geister und Götter aus Indien, sei es das Schatten­theater aus Indonesien oder das Mahjong-Spiel aus China. Mit einer lebensgrossen Wachsfigur einer indonesischen Influencerin, die in der Ausstellung steht, versucht das Museum, einen weiten Bogen in die spielerische Gegenwart zu schlagen.

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