Artenvielfalt gibt mehr Biomasse

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Biodiversität Die schwindende Artenvielfalt bedeutet nicht einfach nur weniger Einträge im Artenatlas der Schweiz. Ökosysteme funktionieren schlechter, wenn sie eintöniger werden. Dass das nicht nur für kleine, künstlich angelegte Versuchsflächen und über relativ kurze Zeit gilt, konnten Forscher um Pascal Niklaus von der Universität Zürich nun in einer Studie beweisen.

An 450 natürlichen Landschaften, verteilt über die ganze Schweiz, konnten die Forscher den Beweis erbringen, dass artenreichere Gegenden mehr Biomasse produzieren. Die Satellitendaten verrieten ausserdem, dass die Biomasseproduktion im Laufe der Jahre stabiler war und sich artenreiche Landschaften besser und schneller an den Klimawandel anpassen konnten: Je vielfältiger die Artengemeinschaft, desto deutlicher verlängerte sich die jährliche Wachstumsperiode der Vegetation. Ein Trend, der grösstenteils auf die Klimaerwärmung zurückgeht.

Ökosysteme reinigen Luft und Wasser, produzieren Biomasse, die in die Nahrungskette einfliesst oder auch zur Energiegewinnung dienen kann, und bieten Erholungsraum. (sda)

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