ANERKENNUNG: 40000 Franken für drei Kunstschaffende

Die St. Gallische Kulturstiftung verleiht Förder- und Anerkennungspreise an drei Künstler aus drei Sparten. Musiker Till Ostendarp erhält einen Förderpreis; Anerkennungspreise gehen an Künstlerin Anita Zimmermann und Lyrikerin Elsbeth Maag.

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Künstlerin Anita Zimmermann.

Künstlerin Anita Zimmermann.

Grosse Ehren für St. Galler Künstler: Die St.Gallische Kultur­stiftung vergibt einen Förder- und zwei Anerkennungspreise an ­regionale Kunstschaffende. Der Wattwiler Musiker Till Ostendarp erhält den Förderpreis in Höhe von 10000 Franken. Die zwei Anerkennungspreise in Höhe von je 15000 Franken gehen an die St. Galler Künstlerin Anita Zimmermann und an die Buchser Lyrikerin Elsbeht Maag.

Der 25-jährige Wattwiler Till Ostendarp sei «Posaunist mit Jazzschuldiplom, Schlagzeuger, Bandleader, Texter, Komponist, Dirigent, DJ», heisst es in der Mitteilung der Kulturstiftung vom Dienstag. Er sei ein musikalisches Multitalent wie sein Vater Hermann Ostendarp, Violinist sowie Gründer und langjähriger Leiter des Wattwiler Jugendorchesters Il Mosaico. Dort spielte Till Ostendarp während seiner Schulzeit an der Kantonsschule mit, gründete aber bald sein eigenes Orchester: Sein eigenes musikalisches Kind ist das Pirmin- Baumgartner-Orchester, das sich in schweizweiten Auftritten den Ruf als musikalisch innovative Band erarbeitet hat. Till Ostendarp zeige in seinen Songs «Sinn für sarkastische Zeitanalysen und freche Polittexte». Derzeit ist er als musikalischer Partner des Zürcher Songwriters Julian ­Pollina alias Faber unterwegs auf Tournee.

Der Förderpreis der St. Gallischen Kulturstiftung belohne den Musiker für sein breites musikalisches Schaffen und soll Ansporn sein für weitere Projekte.

Zahlreiche Kulturprojekte lanciert

Die 1956 in Schaffhausen geborene und seit 1979 in St. Gallen lebende Künstlerin Anita Zimmermann erhält einen der beiden Anerkennungspreise. Sie wird zum einen für ihr eigenes Kunstschaffen gewürdigt, aber auch für die zahlreichen Kulturprojekte, die sie in den letzten Jahren lanciert hat. Zimmermann ist Mit­initiantin des mittlerweile alle drei Jahre stattfindenden Projekts «5ünfstern – offene Ateliers in der Ostschweiz».

Im vergangenen Sommer ­organisierte sie unter ihrem Pseudonym Leila Bock im ehemaligen Cornelia-Versandhaus in Trogen eine Ausstellung mit 30 Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland. Zimmermann vermöge es immer wieder, Kulturschaffende aus verschiedenen Sparten und Regionen in aussergewöhnlicher Weise zusammenzuführen und einem vielfältigen Publikum die Kunst näherzu- bringen, lobt die Kulturstiftung.

Werdenberger Mundart

Der zweite Anerkennungspreis geht an die 1944 in Buchs geborene Elsbeth Maag. Ihre Lyrik «berührt und regt an, spiegelt zart ihre unmittelbare Umgebung – und wirkt trotzdem kräftig und weit über die Grenzen des St. Galler Rheintals hinaus», beschreibt die Kulturstiftung die ­Arbeit der Preisträgerin. Maag schreibt in Werdenberger Mundart oder Hochdeutsch. Ihre Texte verbindet sie mit Musik, Malerei, Theater, Fotografie, Kulinarik oder Architektur. In «Novembrig» verschmelzen ihre Gedichtzyklen über Leben und Tod mit der Musik des Komponisten Peter Roth. Wenn Köche nach ihren Gedichten kochten, schmecke man dem Geschmack der Worte nach, schreibt die Kulturstiftung. Zudem habe Elsbeth Maag als Mitorganisatorin des Kultursommers Buchs die Region Werdenberg um Lesungen, Ausstellungen, und Konzerte bereichert.

Vergeben werden die drei Preise am 4. Mai im Konzertlokal Krempel in Buchs. (red/sda)