Alice im Musicalland

THEATER So schön wie vor drei Jahren «Woyzeck» von Robert Wilson und Tom Waits ist dem Luzerner Theater «Alice» aus der Hand des selben Teams nicht gelungen. Das Publikum spendete an der Premiere am Donnerstag dennoch reichlich Applaus.

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Blick in die Pompeji-Ausstellung. (Bild: Ky)

Blick in die Pompeji-Ausstellung. (Bild: Ky)

THEATER

So schön wie vor drei Jahren «Woyzeck» von Robert Wilson und Tom Waits ist dem Luzerner Theater «Alice» aus der Hand des selben Teams nicht gelungen. Das Publikum spendete an der Premiere am Donnerstag dennoch reichlich Applaus. Das Musical reichert die Szenen aus Lewis Carrolls Kinderbuchklassikern an mit der Geschichte der realen Alice. «Alice im Wunderland» und «Alice hinter den Spiegeln» waren ursprünglich eine Liebesgabe des Mathematikers und Autors Charles Lutwidge Dodgson alias Lewis Carroll an die damals 11jährige Alice Liddell. Der Hobbyfotograf lernte das Mädchen kennen, als es vier war und pflegte jahrelang engen Kontakt zur Familie. Dabei fabulierte er Alice und ihren Schwestern gern Geschichten vor.

Als eine Art Nummernrevue mit inhaltlich nur locker verbundenen Szenen sowie 15 Songs zerfällt der Abend etwas. Da alle Lied- und ein Teil der Sprechtexte englisch sind, sind Zusammenhänge schwierig herzustellen. Tom Waits' Songs muss man aber nicht verstehen, um sie zu geniessen. Das breite Spektrum der von einem Live-Orchester begleiteten Songs – vom Barjazz über Zirkusmusik, Schlaflied bis zum Walzer – ist überwältigend. (sda)

AUSSTELLUNG

In Pompeji

Einblick ins Alltagsleben der antiken Städte Pompeji und Herkulaneum gibt eine Ausstellung im British Museum in London. In Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel hat das British Museum 450 Objekte zusammengetragen. Die Objekte sollen ein Bild vermitteln vom Alltagslebens in den 79 nach Christus bei einem Ausbruch des Vesuv zerstörten Städten. Viele der Objekte wurden noch nie ausserhalb Italiens gezeigt. (sda)

Bis 29. September

AUSSTELLUNG

Tausend Hasen

1000 Hasen will die Hamburger Künstlerin Tina Oelker malen. 500 hat sie vollendet. Einige sind bis 21. April in ihrer Hamburger Galerie zu sehen. «Die Aufmerksamkeit für Hasen ist an Ostern grösser, aber ich beschäftige mich das ganze Jahr über mit diesem Tier», sagt sie. Die Bilder sind immer Porträts, immer im selben Format, immer Öl auf Leinwand – und doch jedes Werk ein Unikat. Das ist das Ziel eines Projektes, an dem die 39-Jährige seit 2007 arbeitet. Ihre Begeisterung für die Jagd hatte Tina Oelker auf das Hasen-Thema gebracht. Dabei geht es ihr um den Feldhasen, nicht um Kaninchen. «Feldhasen kommen der Natur des Künstlers näher. Sie leben mehr als Einzelgänger.» (sda)

MUSIK-FESTIVAL

Arosa musiziert

Am Arosa Musik Festival werden dieses Jahr 16 öffentliche Konzerte aufgeführt. Das Festival hat am Donnerstag begonnen, es dauert bis zum 7. April. Auf den Aroser Konzertbühnen stehen laut Angaben der Veranstalter international gefragte Musiker wie die Geigerin Esther Hoppe oder der Blockflötist Maurice Steger. Zwei Konzerte sind für die Schuljugend aus Arosa reserviert. Das Festival hat sich auch als Plattform für viele junge Talente etabliert. (sda)

www.arosakultur/arosamusikfestival

Musik – auch für die Jugend. (Bild: Arosa Musik Festival)

Musik – auch für die Jugend. (Bild: Arosa Musik Festival)

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