Albumkritik: Es lebe der Dreivierteltakt

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«Weiter, weiter», singt Marco Fitzthum im gleichnamigen Opener und drückt damit aus, dass Wanda nicht nach rechts oder links schauen. Die fünf Musiker aus Wien verfolgen auch auf ihrem dritten Album, «Niente», unbeirrt einen Sound, der sich mehrheitlich am behäbigen Dreivierteltakt und am Pathos orientiert. Das ist nicht cool, aber eingängig. In «0043» wird der Melancholie gefrönt, mit «Lieb sein» folgt man dem Powerrock, und in «Columbo» findet sich Platz für ein paar Ska-Rhythmen. Die zwölf Lieder zielen vor allem auf eines ab: von tausenden Kehlen mit- und nachgesungen zu werden. Das ist vielleicht nicht die ganz hohe Kunst, hat aber massig strassennahen Charme. Auch weil die Texte hintersinniger sind, als man zunächst vermuten mag. (mig.)