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Filmreihe in Luzern: 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 … der neuste Jarmusch!

Am 13. Juni startet die Zombie-Komödie «The Dead Don’t Die» im Kino. Das Bourbaki Luzern verkürzt das Warten ­mit einer Jarmusch-Woche. Der Countdown läuft ab Donnerstag, 6. Juni.
Regina Grüter
Regisseur Jim Jarmusch bei seinem Auftritt am diesjährigen Filmfestival in Cannes. (Bild: EPA/ Ian Langsdon, 15. Mai 2019)

Regisseur Jim Jarmusch bei seinem Auftritt am diesjährigen Filmfestival in Cannes. (Bild: EPA/ Ian Langsdon, 15. Mai 2019)

Eine Woche lang jeden Abend ein Film von Jim Jarmusch – ein Kultregisseur verlangt nach einer kultigen Inszenierung, bevor dessen jüngste Rakete gezündet wird. In Cannes ist Jarmusch mit seinen Zombies unlängst zur Weltpremiere angerückt (siehe Artikel vom 16. Mai), am 13. Juni bereits startet die Zombie-Komödie «The Dead Don’t Die» in unseren Kinos. Das Luzerner Kino Bourbaki verkürzt die Wartezeit mit einem filmischen Countdown, der uns erneut in die unspektakulären Lebenswelten nicht alltäglicher Figuren eintauchen lässt.

Es ist doch auch schon wieder gut zwei Jahre her, seit das Stattkino Luzern ebenfalls sieben ­seiner Filme zeigte. Vier davon finden sich nun auch in der Jarmusch-Woche, und die dürfen in keiner Retrospektive des amerikanischen Indiefilmers fehlen: Nummer 7 im Countdown ist «Night On Earth» (6. Juni). Dieser nächtliche Taxi-Reigen um die Welt sprüht vor feinem Humor und lakonischem Sprachwitz. In «Down By Law» (7. Juni, Nummer 6) mit John Lurie, Tom Waits und Roberto Benigni landet einer der drei Gefängnisausbrecher im Glück, die beiden anderen an einer Weggabelung. Mit «Dead Man» (10. Juni), Nummer 3, parodierte und erneuerte Jarmusch das Western-Genre, mit Johnny Depp in einer seiner schönsten Rollen. Ein Tag vor dem Raketenabschuss schliesslich «Coffee And Cigarettes» (12. Juni) – die Episode mit Iggy Pop und Tom Waits, die sich über den Zusammenhang von Medizin und Musik unterhalten, ist legendär.

So richtig knallen ­ wird es vorher

«The Dead Don’t Die» sorgte in Cannes nicht nur für Begeisterung. Wohl aber die Stars wie Tilda Swinton, Bill Murray oder Adam Driver. Sie alle waren schon in früheren Filmen des Meisters zu sehen, welche nun die Jarmusch-Woche komplettieren: Murray gibt in «Broken Flowers» (8. Juni, Nummer 5) den melancholischen Romantiker – eine Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben wurde –, Tilda Swinton in «Only Lovers Left Alive» (9. Juni, Nummer 4) die kultivierte Vampirin und Driver in «Paterson» (11. Juni, Nummer 2) den genügsamen Alltagspoeten.

Namentlich Bill Murray und Tilda Swinton sind auch in «The Dead Don’t Die» wieder eine Wucht. Und klar, jeder echte Jarmusch-Fan muss dessen Ausflug ins Zombie-Genre sehen und wird sich dabei sicher nicht schlecht amüsieren, doch wird der Film in Jarmuschs Gesamtwerk wohl nie Kultstatus erreichen. So richtig knallen wird es aber vorher. 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 … puff.

Jarmusch-Woche: Donnerstag, 6. bis Mittwoch, 12. Juni, jeweils 18 Uhr, Kino Bourbaki, Luzern; «The Dead Don’t Die» ab 13. Juni im Kino.

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