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500 Jahre gefrorener Frostschutz in den Venen

Der St. Galler Künstler Urs August Steiner beschäftigt sich im Nextex St. Gallen mit der Unsterblichkeit und dem Einfrieren vom Menschen. Der Tod ist die letzte Kränkung des Menschen, die es zu überwinden gilt.
Philipp Bürkler
Schwebender Frostschutz: Urs August Steiner an seiner Installation im Nextex. Bild: Philipp Bürkler

Schwebender Frostschutz: Urs August Steiner an seiner Installation im Nextex. Bild: Philipp Bürkler

Könnten Sie sich vorstellen, Ihren Körper nach dem Tod einzufrieren um ihn in 500 oder mehr Jahren wieder aufzutauen? Die Welt wird dann eine andere sein, ihre Familie und Freunde sind längst alle tot. Wie würde es sich anfühlen in ferner Zukunft weiterzuleben? Geht das überhaupt?

Solche Fragen beschäftigen den St. Galler Künstler Urs August Steiner in seiner aktuellen Ausstellung «Unfreeze» im Nextex St. Gallen. «Die Option, nicht zu sterben, habe ich mir gar nie überlegt, das ist ziemlich radikal.» Zu sehen sind unter anderem Videos, die er beim Salton Sea, einem künstlichen und ökologisch völlig toten See in Kalifornien gedreht hat, sowie blaue Flaschen aus denen kontemplativ und symbolisch Frostschutz tropft.

Reise zu Kryonikern in der Wüste Arizonas

Frostschutz ist ein Stoff, der auch in der Kryonik, also dem Einfrieren von Menschen, zum Einsatz kommt. «Das Blut der Eingefrorenen wird abgesaugt und mit einer Art Frostschutz ersetzt, damit beim Auftauen die Zellen nicht zerstört werden», erklärt Steiner. Erfahren hat er alles aus erster Hand beim Besuch der Alcor Life Extension Foundation in der Wüste Arizonas, wo seit den 60ern über 160 Menschen eingefroren sind. «Diese Wissenschaftler stellen das Sterben in Frage, das ist ziemlich radikal.»

Wer mehr über Kryonik erfahren möchte, muss am kommenden Donnerstag unbedingt an die Finissage. Steiner wird Ihre Fragen beantworten. Und er verrät auch, weshalb er neun Tonnen Sand ins Nextex geschaufelt hat.

Hinweis

«Unfreeze» Finissage, Do, 16. Mai, Nextex St. Gallen, nextex.ch inklusive musikalischer Intervention und Performance von HARI & LUTZ (Gregory Hari und Linus Lutz)

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